"Bodenloser Vorwurf": Grünen-Frau wettert im ZDF nach AfD-Vergleich von Merz

Der Ton im Bundestag treibt Friedrich Merz die Sorgenfalten auf die Stirn. Im ZDF-Sommerinterview beanstandete der Bundeskanzler die Debattenkultur im Bundestag, die ihn "sehr besorgt" in die Sommerpause fahren lasse. Dabei monierte der CDU-Chef nicht nur Redebeiträge der AfD und der Linken, sondern auch von den Grünen.
Nach Meinung von Britta Haßelmann sei das ein "haltloser, bodenloser Vorwurf", wie die Grünen-Fraktionsvorsitzende am Montag im ZDF-"Morgenmagazin" beklagte. "Wie kann man als Kanzler eine demokratische Oppositionspartei, die Verantwortung im Land übernimmt, vergleichen mit einer Partei, die für eine Demokratie und Freiheit wirklich eine Gefährdung darstellt", ärgerte Haßelmann besonders der Vergleich ihrer Partei mit der AfD. Entsprechend deutlich wurde die 64-Jährige: "Das ist völlig inakzeptabel."
Deutliche Worte: Diesen Rat formuliert Britta Haßelmann an Friedrich Merz
Auch abseits der erzürnten Reaktion auf den AfD-Vergleich ging Britta Haßelmann hart mit der Regierung Merz ins Gericht. Die "Maßstäbe, die Friedrich Merz an sich gelegt hat für seine Kanzlerschaft und das Agieren dieser Koalition" gingen sehr weit auseinander, kritisierte die Grünen-Politikerin. Das sei ein Grund für die Unzufriedenheit der Deutschen mit der Regierung und auch mit dem Kanzler persönlich.
"Es gilt jetzt zu sehen: Was braucht dieses Land, wie kann man nach vorne kommen?", forderte Britta Haßelmann. "Und nicht immer die Leute beschimpfen und das Gefühl vermitteln, dass Reformen eigentlich nur ein Synonym sind für Zumutungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern."
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