Weidel kritisiert "Zumutungen" der Rentenkommission

Die Rentenkommission hat ihre 33 Empfehlungen an die Bundesregierung übergeben. Die AfD sieht darin Licht und Schatten.
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AfD-Chefin Alice Weidel bemängelt, die Empfehlungen der Rentenkommission seien nicht ausreichend.
AfD-Chefin Alice Weidel bemängelt, die Empfehlungen der Rentenkommission seien nicht ausreichend. © Michael Kappeler/dpa
Berlin

AfD-Chefin Alice Weidel sieht in den Vorschlägen der Rentenkommission "Zumutungen", lobte aber auch positive Ansätze. So fordere die AfD bereits seit Jahren das von dem Gremium vorgeschlagene Rentenniveau von 70 Prozent, sagte Weidel vor einer Fraktionssitzung in Berlin. Offensichtlich sei dieses Ziel also richtig und auch umsetzbar.

Nach den zuvor präsentierten Vorstellungen der Kommission sollen Menschen im Alter perspektivisch mit gesetzlicher, betrieblicher und privater Rente auf 70 Prozent des letzten Nettolohns kommen. Enthalten sein sollen die Erträge einer neuen Kapitalsäule. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) tritt für eine komplette Umsetzung der Vorschläge ein.

Kritik an Abschaffung von Minijobs

Die Empfehlungen seien "bei weitem nicht ausreichend", bemängelte Weidel. Sie forderte, dass auch Staatsbedienstete in die gesetzliche Rentenversicherung integriert werden müssten. Das sehen die Rentenvorschläge der Expertinnen und Experten nicht vor. Politiker aus Bund und Ländern sollen dort direkt aufgenommen werden, Beamte nicht.

Weidel kritisierte die Pläne für einen Wegfall der abschlagsfreien "Rente mit 63", die Anhebung des Rentenalters und verpflichtende Zusatzbeiträge. So würden Wirtschaft und arbeitende Bevölkerung belastet. "Wer arbeitet und Steuern und Abgaben entrichtet, soll noch länger arbeiten und noch mehr zahlen." Kritik übte Weidel außerdem an der im Bericht der Kommission vorgesehenen Abschaffung von Minijobs. Dies habe den Effekt, dass mehr Menschen schwarz arbeiten würden, sagte Weidel.

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