SPD verurteilt Schmähkampagne gegen Grüne als "rechten Müll"

Eigentlich sind die Parteien derzeit im Wahlkampfmodus. Doch jetzt solidarisiert sich die SPD mit den Grünen. Grund ist die Plakataktion eines umstrittener Ex-CSUlers.
| dpa
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SPD-Politiker Lars Klingbeil solidarisiert sich wegen einer Schmähkampagne gegen die Grünen mit dem politischen Konkurrenten.
SPD-Politiker Lars Klingbeil solidarisiert sich wegen einer Schmähkampagne gegen die Grünen mit dem politischen Konkurrenten. © Fabian Sommer/dpa-Pool/dpa
Berlin

Die SPD hat sich an die Seite der Grünen gestellt und die Schmäh-Plakate gegen die Partei verurteilt, die seit einigen Tagen in vielen Städten zu sehen sind.

"#GrünerMist ist #Rechtermüll", schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil auf Twitter. "Demokraten halten zusammen." Auf einer rot-grünen Kachel stand "In den Farben getrennt, in der Sache vereint gegen Rechts". Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner antwortete auf den Tweet "Gemeinsam gegen Hass und Hetze".

In verschiedenen Großstädten Deutschlands sind seit wenigen Tagen große Plakate zu sehen, auf denen unter dem Motto "#GrünerMist 2021" Stimmung gegen die Grünen gemacht wird. Optisch aufgemacht sind sie wie Grünen-Plakate, allerdings sind die Plakate versehen mit Wörtern wie "Wohlstandsvernichtung", "Klimasozialismus" oder "Ökoterror".

Wer hinter der Schmähkampagne steckt

Dahinter steckt nach eigener Aussage der Ex-CSUler David Bendels mit seiner Agentur "Conservare Communication GmbH". Er wolle damit davor warnen, dass von den Grünen eine massive Gefahr für Deutschland ausgehe, so Bendels.

Bendels ist auch Vorsitzender des rechtskonservativen "Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten", der in der Vergangenheit in mehreren Wahlkämpfen Plakate und Broschüren produziert hatte, die zur Wahl der AfD aufriefen.

Die aktuelle Kampagne stehe "in keinerlei Zusammenhang mit der AfD", sagte Bendels. Auch die AfD hatte mitgeteilt, es gebe "keinerlei Verbindung zwischen der AfD und der in Rede stehenden Anti-Grünen-Kampagne".

© dpa-infocom, dpa:210812-99-817556/2

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