SPD-Chef zur K-Frage: Scholz "ernstzunehmende Option"

Wer geht bei der nächsten Bundestagswahl für die SPD ins Rennen ums Kanzleramt? Parteichef Walter-Borjans wehrt sich gegen die These, er würde einer Kandidatur von Vizekanzler Olaf Scholz ablehnend gegenüberstehen.
| dpa
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Pressekonferenz in der SPD-Zentrale: Norbert Walter-Borjans (L) und Olaf Scholz.
Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa Pressekonferenz in der SPD-Zentrale: Norbert Walter-Borjans (L) und Olaf Scholz.

Berlin - SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz als "ernstzunehmende Option" für die Kanzlerkandidatur der Partei bezeichnet.

"Die immer mal wieder zu lesende These, dass Saskia Esken und ich uns gegen Olaf Scholz sträuben würden, ist großer Käse", sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir kooperieren eng und vertrauensvoll. Und zwar jeden Tag. Die Reihenfolge lautet aber: zuerst Gespräche führen, dann entscheiden - und nicht umgekehrt."

Er versicherte, dass die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der SPD noch nicht gefallen sei. "Dass Olaf Scholz eine ernstzunehmende Option ist, bestreitet niemand."

Bei der Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz 2019 hatte Scholz gegen Walter-Borjans und Esken verloren. Der Finanzminister und Vizekanzler der großen Koalition hatte jüngst angekündigt, bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr im Wahlkreis in Potsdam kandidieren zu wollen.

Als möglicher SPD-Kanzlerkandidat wird auch Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich gehandelt. Er hatte eine Kandidatur zuletzt nicht ausgeschlossen und darauf verwiesen, dass die SPD in den nächsten Monaten gemeinsam entscheiden werde. Auch Scholz hat bislang offen gelassen, ob er die Kanzlerkandidatur seiner Partei anstrebt. Die SPD lag in Umfragen zuletzt bei 14 bis 16 Prozent.

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