Söder gegen Laschet austauschen?"Das wäre politischer Selbstmord"
Die Umfragewerte der Union sinken täglich ein bisschen mehr - und laut "Bild" fordern erste CDU-Politiker, Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) solle sich zurückziehen - und CSU-Chef Markus Söder den Vortritt lassen. Doch geht das überhaupt?
Rein rechtlich wäre das Auswechseln von Kanzlerkandidaten ohne Weiteres möglich, sagt der Verfassungsrechtsprofessor und ehemalige bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU). Denn das Amt des "Kanzlerkandidaten" ist im Grundgesetz nicht vorgesehen.
Bundestag muss nicht den Kanzlerkandidaten zum Regierungschef wählen
Das Parlament sei frei, eine ganz andere Persönlichkeit zum Regierungschef zu wählen. Der Bundeskanzler müsse nicht einmal dem Parlament oder einer Partei angehören, sondern nur über das passive Wahlrecht zum Bundestag verfügen, erläuterte der Rechtspolitiker.
Konkret würde das bedeuten, dass der Bundestag auch Söder, der am 26. September gar nicht zur Wahl steht, zum Kanzler wählen könnte.
Doch so weit wird es nicht kommen, sagt der Passauer Politikwissenschaftler und CSU-Kenner Heinrich Oberreuter. Freilich sei Laschet an den für die Union unerfreulichen Umfragewerten nicht ganz unschuldig, aber ein Austausch in den verbleibenden Wochen vor der Wahl sei "nicht vorstellbar". "Das würde die Sache nur verschlimmern." Die Masse der Wähler würde ein solches Manöver dahingehend interpretieren, dass die Union nicht weiß, was sie will.
Und Ex-Parteichef Erwin Huber hält die ganze Debatte für einen "Medienzirkus". Eine Auswechslung des Spitzenkandidaten hält Huber für "politischen Selbstmord - übrigens auch nach der Wahl".
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Fußball-Fan am 22.08.2021 19:55 Uhr / Bewertung:
CDU und CSU sollten sich nicht mehr Volksparteien nennen, denn vom Volk haben sie sich durch die Masken- und Beschaffungsaffären entfernt, ohne dass es wahre Konsequenzen gegeben hat. Was macht die Union für die Umwelt? Nichts von Bedeutung. Was macht die Union für die sozial Schwachen? Von einem Wahlsieg der Union würden, wie Experten sagen, wieder nur die Reichen profitieren. Eine Stimme für die Union, wäre eine Stimme für die Herdprämie, für ein höheres Renteneinstiegsalter, für soziale "Kälte" und für noch mehr Vollpfostenideen der CSU (wie Maut und E-Scooter).
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Der wahre tscharlie am 21.08.2021 16:06 Uhr / Bewertung:
"Das würde die Sache nur verschlimmern." Die Masse der Wähler würde ein solches Manöver dahingehend interpretieren, dass die Union nicht weiß, was sie will."
Genau so ist. Selbst ein Austausch würde nicht viel bringen. Und ich denke mal, falls es für die Union schief geht, liegen Söders Analysen für die Wahlschlappe schon in der Schublade.
So in dem Stil, ich habs ja schon immer gesagt, hätten nur alle auf die Stimme aus Bayern gehört, dann wäre alles, wie immer halt, besser gewesen. Und Schuld sind sowieso immer die Anderen.Antworten
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eule75 am 20.08.2021 21:17 Uhr / Bewertung:
Was ich so mitbekommen habe, wäre den Wählern Herr Söder lieber als Herr Laschet. Was soll daran falsch und politischer Selbstmord sein?
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