Seehofer will bis 1. November neuen Finanzminister präsentieren

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will bis zum 1. November einen Nachfolger für Finanzminister Georg Fahrenschon benennen.
| dapd
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Bayerns Finanzminister Fahrenschon will das Kabinett verlassen. (Archivfoto)
dpa Bayerns Finanzminister Fahrenschon will das Kabinett verlassen. (Archivfoto)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will bis zum 1. November einen Nachfolger für Finanzminister Georg Fahrenschon benennen.

München -  „Ich habe vor, das noch vor Allerheiligen zu entscheiden“, sagte Seehofer der „Passauer Neuen Presse“. Ein Sprecher der Staatskanzlei in München bestätigte den Bericht am Samstag. Fahrenschon hatte am Freitagabend angekündigt, am 30. November für das Amt des Sparkassen-Präsidenten zu kandidieren.

„Wir müssen bei den derzeitigen Herausforderungen in Brüssel und bei der Landesbank handlungsfähig bleiben“, begründete Seehofer die Eile. Er habe bereits einen Kandidaten im Blick und führe zahlreiche Gespräche. Den angekündigten Abgang Fahrenschons bedauerte der Ministerpräsident.

„Er ist ein profilierter Mann“, daher habe er versucht, ihn zu halten. Über eine Kandidatur Fahrenschons für das Amt des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) war bereits in den vergangenen Tagen spekuliert worden.

„Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, für das Amt des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes zur Verfügung zu stehen“, sagte der CSU-Politiker nun der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Fahrenschon tritt gegen Gerlach an

Fahrenschon tritt gegen Rolf Gerlach an, der Anfang September seine Kandidatur für die zum 30. November anberaumte Wahl des Nachfolgers von Heinrich Haasis erklärt hatte. Ein weiterer Kandidat, der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), war wieder abgesprungen.

Fahrenschon sagte der Zeitung weiter, er sei von einer Vielzahl regionaler Sparkassenverbände aufgefordert worden, sich als DSGV-Präsident zu bewerben. Auf die Frage, ob er eine Mehrheit hinter sich spüre, antwortete der Minister, er spüre ein „starkes Signal“. Zwar falle es ihm nicht leicht, seine politische Karriere aufzugeben.

Aber es sei schon eine große Aufgabe, das Gesicht des Verbandes „der größten Sparerschutzorganisation Europas“ zu sein. Die SPD kommentierte die Entscheidung spöttisch. „Die Staatsregierung zeigt Zerfallserscheinungen“, sagte der Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher am Samstag.

„Der Minister flüchtet sich in berufliche Sicherheit, die bei Schwarz-Gelb in München und Berlin auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist.“

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