Kommentar

Rentenerhöhung: Milchmädchenrechnung

Der Politik-Vize zur geplanten Rentenerhöhung.
| Clemens Hagen
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Sapralott, das ist ein ordentlicher Schluck aus der Pulle, den sich die deutschen Rentner im kommenden Jahr genehmigen dürfen. Da möchte man dem SPD-Wahlkampfslogan "Stabile Renten. Scholz packt das an" fast Glauben schenken. Leider kann die angepeilte Erhöhung von 5,2 Prozent im Westen und 5,9 Prozent im Osten die massiven Probleme der deutschen Rentenkasse allenfalls kurzfristig übertünchen.

Zwar bleibt als Ergebnis der Sondierungen von SPD, Grünen und FDP das schöne Versprechen, dass die gesetzliche Rente gestärkt und das Mindestrentenniveau von 48 Prozent gesichert werden soll. Weiter heißt es: "Es wird keine Rentenkürzungen und keine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben."

Die Realität dürfte anders aussehen

Aber das ist eine Milchmädchenrechnung. Die Realität dürfte anders aussehen: Ab 2023 wird erst der Beitragssatz steigen (müssen), später werden die Rentensteigerungen hinter den Lohnzuwächsen zurückbleiben. Warum das so kommen wird? Ganz einfach: Die Zahl der Beitragszahler sinkt und die der Rentenbezieher steigt. Auf die Folgen dieser demografischen Entwicklung hatte weder die alte Regierung eine Antwort, noch hat die neue eine. Zumindest bislang ist das so.

 

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