Polit-Rebellin Pauli: "Ich lasse mich nicht bremsen"

Sie ist wild entschlossen, will im Herbst bei der Bundestagswahl mit einer eigenen Partei antreten. Gabriele Pauli, die einstige Fürther Landrätin, riskiert dafür auch einen Rauswurf von den Freien Wählern. "Niemand hat ein Recht, mich davon abzuhalten."
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MÜNCHEN - Sie ist wild entschlossen, will im Herbst bei der Bundestagswahl mit einer eigenen Partei antreten. Gabriele Pauli, die einstige Fürther Landrätin, riskiert dafür auch einen Rauswurf von den Freien Wählern. "Niemand hat ein Recht, mich davon abzuhalten."

Die Freie-Wähler-Politikerin Gabriele Pauli hält trotz Kritik aus den eigenen Reihen an ihrem Plan zur Gründung einer eigenen Partei fest. „Warum soll man sich auf seinem Weg von anderen bremsen lassen, die Angst haben?“, fragte Pauli am Mittwoch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in München. „Wenn jemand den Weg nicht mitgehen will, dann verstehe ich das auch, er sollte aber die, die vorangehen wollen, nicht behindern.“ Es gebe „kein Recht, jemanden von dem abzuhalten, was er für sich als richtig erachtet“, betonte Pauli.

Die frühere Fürther Landrätin und CSU-Rebellin hatte am Montag angekündigt, eine eigene Partei gründen und damit zur Bundestagswahl im Herbst antreten zu wollen. Ihr droht deshalb der Rauswurf aus der Landtagsfraktion der Freien Wähler (FW) in Bayern.

Pauli betonte: „Das Kandidieren für den Bundestag ist nur ein logischer Schritt. Wenn wir schon für den Landtag und das Europäische Parlament kandidieren, dann ist nicht einzusehen, warum man das nicht auf Bundesebene macht.“ Sie mache das, „was viele Freie Wähler mir immer wieder gesagt haben, wir sollten eine Partei gründen, damit wir auch auf Bundesebene antreten können.“ Diese Meinung sei bei den Freien Wählern auch verbreitet. „Das ist für mich ein Mittel, um weiter Einfluss zu nehmen im politischen Bereich“, sagte Pauli.

Bedenken von FW-Kollegen, sie könne rein zeitlich kaum Bundestagswahlkampf machen und zugleich ihre Arbeit als Innenausschuss-Vorsitzende im Landtag, wies sie zurück. „Das wird kein Problem sein.“ Es gebe bis zur Sommerpause nur noch wenige Sitzungen. „Ich habe meine Landtagsarbeit ja auch trotz des Europawahlkampfes ganz normal erledigt“, fügte sie hinzu. Pauli war FW-Spitzenkandidatin bei der Europawahl. Die Gruppierung erreichte in Bayern 6,7 Prozent der Stimmen, bundesweit waren es nur 1,7 Prozent. (dpa)

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