Peer Steinbrück wird Vorstands-Berater bei der ING-Diba

Der ehemalige Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wechselt in die Bankenbranche. "Ich werde ein Angebot der ING-Diba annehmen, als Berater des Vorstandes", sagt Steinbrück der "Zeit".
| dpa
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Berlin - Seine Zeit als Minister sei sieben Jahre her, er könne keine Interessenkollision erkennen. Rechtlich gibt es ohnehin keine Probleme: Die Karenzzeit für ehemalige Regierungsmitglieder, die in die Wirtschaft wechseln, beträgt nur eineinhalb Jahre. In dieser Zeit kann die Bundesregierung die neue Beschäftigung untersagen.

Steinbrück hatte im Sommer angekündigt, vorzeitig aus dem Bundestag auszuscheiden, und vergangene Woche seine Abschiedsrede im Parlament gehalten. Er begründete den Schritt damit, dass er seiner Partei im Bundestagswahlkampf mit seiner selbst auferlegten Zurückhaltung nicht helfen könnte.

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Der Sozialdemokrat sieht seinen eigenen Worten zufolge auch keinen Widerspruch zu seiner früheren Kritik an Banken, da Europas größte Direktbank Ing-Diba "sehr konservativ und risikoscheu" sei. Steinbrück stammt aus einer Bankiersfamilie, einer seiner Vorfahren hat die Deutsche Bank mitgegründet. In die Schlagzeilen geriet er unter anderem, weil er für Reden hohe Gehälter bekam.

Erst kürzlich hat der Wechsel eines Politikers in die Bankenbranche hohe Wellen geschlagen: Der frühere Kommissionspräsident José Manuel Barroso ging nach nur zwei Jahren als Berater zur Investmentbank Goldman Sachs. Das hatte unter anderem EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) als "völlig inakzeptabel" bezeichnet.

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