Merz fordert Debatte über Frauenbild im Islam

Der Kanzler hat sich am Mittwoch beim Thema Gewalt gegen Frauen im Bundestag mit den Grünen angelegt. Jetzt legt er noch einmal nach.
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Der Kanzler legt in der Debatte über Gewalt gegen Frauen noch einmal nach.
Der Kanzler legt in der Debatte über Gewalt gegen Frauen noch einmal nach. © Hannes P. Albert/dpa
Berlin

In der Debatte über Gewalt gegen Frauen und Zuwanderung hat Bundeskanzler Friedrich Merz den Grünen vorgeworfen, das Frauenbild im Islam auszublenden. "Ich wundere mich immer wieder darüber, wie zum Beispiel die Grünen mit einer unglaublichen Pose für Gleichberechtigung und für Frauenrechte einstehen, und dann werden sie plötzlich ganz still, wenn es mal darum geht, mal über das Familienbild im Islam zu sprechen und mal darüber offen zu sprechen, was da denn auch für ein Frauenbild in diesen Gesellschaften teilweise herrscht", sagte der CDU-Chef in einem Interview beim "F.A.Z.-Kongress 2026" in Frankfurt am Main. "So, und darüber müssen wir sprechen, das müssen wir ansprechen, und wir müssen es versuchen zu ändern. Und das genau versuche ich zu tun."

Merz hatte sich am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag zur Debatte über Gewalt gegen Frauen geäußert und war anschließend scharf dafür kritisiert worden, dass er für einen "beachtlichen Teil" der Gewalt Zuwanderer verantwortlich machte. Die Kritik kam vor allem von Grünen und Linken, aber auch vom Koalitionspartner SPD. Mit den Grünen hatte er sich schon im Bundestag dazu einen Schlagabtausch geliefert.

Kanzler will sich nicht beirren lassen

Der Kanzler wies nun darauf hin, dass Migration sowohl Chancen und Probleme bringe. Die Chancen lägen in der Migration in den Arbeitsmarkt. Man dürfe aber auch die Augen nicht davor verschließen, dass in den letzten zehn Jahren "ziemlich große Probleme" mit irregulärer Migration entstanden seien. "Und ich werde mich auch nicht davon beirren lassen, das anzusprechen."

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