Merkel besucht Äthiopien
Zum Abschluss ihrer Afrikareise ist die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit militärischen Ehren in Äthiopien empfangen worden.
Addis Abeba - Beim letzten Halt ihrer Afrikareise ist Bundeskanzlerin Angela Merkel in Äthiopien eingetroffen. In der Hauptstadt Addis Abeba ist zunächst ein Gespräch mit Ministerpräsident Hailemariam Desalegn vorgesehen.
Außerdem steht ein Gespräch mit der Kommissionsvorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Nkosazana Dlamini-Zuma, auf dem Programm.
Die Regierung hat wegen andauernder Proteste am Sonntag den Notstand ausgerufen. Merkel will sich auch mit Oppositionsvertretern treffen.
Neueröffnung des Gebäudes der Afrikanischen Union
Feierlicher Anlass des Besuchs ist die Eröffnung eines neuen Gebäudes der Afrikanischen Union. Deutschland hat es mit 30 Millionen Euro finanziert. Das Land erholt sich gerade von der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren. Noch immer sind Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Äthiopien beherbergt nach UN-Angaben mehr als 740 000 Flüchtlinge aus dem Südsudan, aus Somalia und Eritrea.
Bei ihrer Reise will sich Merkel vor allem für eine stärkere Bekämpfung von Fluchtursachen in Afrika einsetzen. Am Sonntag hatte sie zum Auftakt Mali besucht, am Montag führte sie Gespräche in Niger, dem ärmsten Land der Welt, das Transitland für jährlich Zehntausende Flüchtlinge ist.
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