Kommentar

Masken-Streit zeigt: Die GroKo ist am Ende

Der AZ-Korrespondent Torsten Henke über die Maskengeschäfte und durchschaubare Wahlkampfmanöver der SPD.
| Torsten Henke
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Wer regiert noch gleich mit wem? Die gegenseitigen Attacken der schwarz-roten Koalitionäre haben eindrucksvoll gezeigt, dass die GroKo gut 15 Wochen vor der Bundestagswahl praktisch am Ende ist. Die SPD hat jede Beißhemmung abgelegt.

Warum inszeniert die SPD ihre Empörung erst jetzt?

Dass Gesundheitsminister Jens Spahn die Masken aus China ohne CE-Zeichen unter anderem an Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger verteilen lassen wollte, war sicher nicht seine beste Idee. Das war mindestens instinktlos, heißt aber nicht, dass es sich um "absolut untaugliche Masken" gehandelt hat, wie SPD-Chef Norbert Walter-Borjans behauptet. Warum inszeniert die SPD ihre Empörung jetzt, obwohl der Streit zwischen den Ministerien intern seit Monaten bekannt ist? Weil sie die Union noch brauchte, um ein paar politische Trophäen einzuheimsen.

Nun, im Wahlkampf und in ihrer Verzweiflung, sieht sie den passenden Zeitpunkt für einen Frontalangriff auf den CDU-Minister. Doch sollten sich die Sozialdemokraten nicht täuschen: Wähler durchschauen das.

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