Keine "Regenbogenfamilie": Haderthauer gegen homosexuelle Adoptiveltern

Adoptionen nur für heterosexuelle Paare: Genau das fordert Bayerns Sozialministerin Christiane Haderthauer. Die Politikerin widerspricht damit der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
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Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU)
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BERLIN/MÜNCHEN - Adoptionen nur für heterosexuelle Paare: Genau das fordert Bayerns Sozialministerin Christiane Haderthauer. Die Politikerin widerspricht damit der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

Die CSU-Politikerin Haderthauer hat der Forderung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) widersprochen, homosexuellen Paaren Adoptionen zu ermöglichen.

Ziel von Adoptionen sei es, für Kinder eine optimale Familie zu finden und nicht umgekehrt, sagte Haderthauer der „Passauer Neuen Presse“. „Die Einschätzung des Gesetzgebers, wonach Ehepaarfamilien am besten solche optimalen Bedingungen gewährleisten können, halte ich nach wie vor im Sinne des Kindeswohls für angemessen und richtig.“

6600 Kinder leben in "Regenbogenfamilien"

Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Universität Bamberg gibt es bundesweit inzwischen mindestens 6600 Kinder, die in „Regenbogenfamilien“ groß werden – also von zwei lesbischen Müttern oder zwei schwulen Vätern erzogen werden. Die meisten Kinder stammen aus früheren heterosexuellen Beziehungen. Allerdings wächst der Anteil von Kindern aus künstlicher Befruchtung. Dabei verlassen sich viele lesbische Paare auf die Hilfe schwuler Freunde.

Als Konsequenz aus der Studie forderte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries das volle Adoptionsrecht für Paare gleichen Geschlechts. „Homosexuelle Paare sind keine schlechteren Eltern“, sagte sie. „Kinder entwickeln sich bei zwei Müttern oder zwei Vätern genauso gut wie in anderen Familienformen.“ Unterstützung bekam Zypries von FDP und Grünen.(dpa)

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