Kommentar

Info-Lecks bei Sondierungsgesprächen: Bedenklich, bedenklich

Der Berlin-Korrespondent Stefan Lange über Durchstechereien bei den Sondierungen.
| Stefan Lange
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
11  Kommentare  0 Teilen

Sondierungsgespräche unterliegen wie Koalitionsverhandlungen keinen festen Verhaltensregeln. Nach den schlechten Erfahrungen bei den Sondierungen 2017 und 2013 haben sich FDP, Grüne, SPD und Union diesmal aber auf die Parteifahnen geschrieben, dass sie sich zurücknehmen wollen: keine Durchstechereien - sondern Vertrauensbildung. So weit die Theorie.

Aus den Gesprächen zwischen Union und FDP ist nun doch etwas nach draußen gedrungen. Rein inhaltlich wäre das angesichts der langweiligen Details kein Problem. Die Union soll die Grünen ins Jamaika-Boot ziehen? Ja, bitteschön, wer denn sonst? In den beiden zur Auswahl stehenden Dreier-Konstellationen sind es natürlich die großen Partner, die den kleinen Angebote machen müssen.

Lesen Sie auch

Das Problem ist vielmehr, dass sich irgendjemand nicht an die Regeln gehalten hat. Das ist bedenklich mit Blick auf den Fortgang der Gespräche. Wenn jetzt schon geplaudert wird, obwohl es eigentlich nicht viel zu berichten gibt, was kommt dann erst in den Koalitionsverhandlungen? Da geht es schließlich um weit mehr: um konkrete Inhalte und ums Personal.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 11  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
11 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.