Gedenkfeier zum Mauerfall - Steinmeier dankt Osteuropäern

Es war eine Weltsensation, als SED-Politbüromitglied Günter Schabowski am Abend des 9. November 1989 in Ost-Berlin fast beiläufig die Öffnung der Grenzen verkündete. Der Jubel von einst ist verhallt, zum Jubiläum gibt es viele nachdenkliche Töne.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Milos Zeman, Präsident von Tschechien, und Zuzana Caputova, Präsidentin der Slowakei, bei der Gedenkveranstaltung an der Bernauer Straße.
Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa 12 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Milos Zeman, Präsident von Tschechien, und Zuzana Caputova, Präsidentin der Slowakei, bei der Gedenkveranstaltung an der Bernauer Straße.
Der unfreiwillige Mauer-Öffner: Politbüro-Mitglied Günter Schabowski in der historischen Pressekonferenz am 9. November 1989.
dpa/dpa 12 Der unfreiwillige Mauer-Öffner: Politbüro-Mitglied Günter Schabowski in der historischen Pressekonferenz am 9. November 1989.
Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel erinnern bei der Gedenkveranstaltung gemeinsam mit den Staatsoberhäuptern Polens, der Slowakei, Tschechiens und Ungarns an die Öffnung der Berliner Mauer.
Kay Nietfeld/dpa/dpa 12 Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel erinnern bei der Gedenkveranstaltung gemeinsam mit den Staatsoberhäuptern Polens, der Slowakei, Tschechiens und Ungarns an die Öffnung der Berliner Mauer.
Jubelnde Menschen sitzen mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer.
-/dpa/Archiv/dpa 12 Jubelnde Menschen sitzen mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer.
Die Grenze ist offen: DDR-Bürger mit ihrem Trabant am Grenzübergang Helmstedt.
Holger Hollemann/dpa/dpa 12 Die Grenze ist offen: DDR-Bürger mit ihrem Trabant am Grenzübergang Helmstedt.
Mit Wunderkerzen in den Händen freuen sich die Menschen auf der Berliner Mauer über die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze.
DB/dpa/dpa 12 Mit Wunderkerzen in den Händen freuen sich die Menschen auf der Berliner Mauer über die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze.
Menschen feiern auf der Berliner Mauer in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989.
Peter Kneffel/dpa/dpa 12 Menschen feiern auf der Berliner Mauer in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989.
Vergrößerungs- und Modernisierungarbeiten am DDR-Kontrollpunkt Selmsdorf, aufgenommen Anfang Februar 1972.
dpa/dpa 12 Vergrößerungs- und Modernisierungarbeiten am DDR-Kontrollpunkt Selmsdorf, aufgenommen Anfang Februar 1972.
Blick in einen originalen Fluchttunnel an der Bernauer Straße in Berlin.
Fabian Sommer/dpa/dpa 12 Blick in einen originalen Fluchttunnel an der Bernauer Straße in Berlin.
Montagsdemonstration in Leipzig am 9. Oktober 1989: "Wir wollen keine Gewalt! Wir wollen Veränderungen!".
LEHTIKUVA/dpa/dpa 12 Montagsdemonstration in Leipzig am 9. Oktober 1989: "Wir wollen keine Gewalt! Wir wollen Veränderungen!".
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r-l), und die Präsidenten Janos Ader (Ungarn), Andrzej Duda (Polen), Zuzana Caputova (Slowakei) und Milos Zeman (Tschechien) stecken Blumen in die Hinterlandmauer.
Michael Kappeler/dpa/dpa 12 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r-l), und die Präsidenten Janos Ader (Ungarn), Andrzej Duda (Polen), Zuzana Caputova (Slowakei) und Milos Zeman (Tschechien) stecken Blumen in die Hinterlandmauer.
Lübecker begrüßen am 11. November 1989 Besucher aus der DDR.
dpa/A0009_dpa/dpa/dpa 12 Lübecker begrüßen am 11. November 1989 Besucher aus der DDR.

Berlin - Die Spitzen der Bundesrepublik haben gemeinsam mit den Präsidenten mehrerer ehemaliger Ostblock-Staaten bei einer zentralen Gedenkfeier in Berlin an den Fall der Mauer vor 30 Jahren erinnert.

Bei der Veranstaltung auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße sagte der Direktor der Gedenkstätten-Stiftung, Axel Klausmeier, am Samstag: "Die friedliche Revolution bedeutet zuallererst Verantwortung zu übernehmen, Toleranz zu leben, Demokratie und Menschenrechte zu achten und zu verteidigen und den Traum vom vereinten Europa mit Leben zu füllen."

An der Feier nahmen neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) auch die Staatspräsidenten der Slowakei, Polens, Tschechiens und Ungarns sowie Zeitzeugen und Schüler teil.

Steinmeier dankte den Bürgern der vier Staaten für ihren maßgeblichen Beitrag zur Wiedervereinigung. "Ohne den Mut und den Freiheitswillen der Polen und Ungarn, der Tschechen und Slowaken wären die friedlichen Revolutionen in Osteuropa und die deutsche Einheit nicht möglich gewesen", sagte er.

Er sprach in einem zweiten Teil der Feier am benachbarten Denkmal für die vier Visegrad-Staaten, das an deren Beitrag zum Fall der Mauer erinnert und das er mit den vier Präsidenten Zuzana Caputova (Slowakei), Milos Zeman (Tschechien), Andrzej Duda (Polen) und Janos Ader (Ungarn) besuchte.

Bei dem Gedenken wurden auch Rosen in die Hinterlandmauer für die Mauer-Opfer gesteckt und Kerzen zur Erinnerung an den Mut der DDR-Opposition im Herbst 1989 entzündet.

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Als die Mauer 1961 hochgezogen wurde, lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen.

Mit dem 9. November 1989 ging die deutsche Teilung nach rund 40 Jahren zu Ende, die Berliner Mauer selbst hatte mehr als 28 Jahre Bestand. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der etwa 160 Kilometer langen Mauer in der Hauptstadt mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime.

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