Flüchtlingskosten: Freiberg schickt Rechnung an Merkel

Die sächsische Stadt Freiberg hat eine Rechnung für die Integration von Flüchtlingen an das Bundeskanzleramt geschickt - und spricht nun mit der sächsischen Landesregierung darüber.
dpa |
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Die Stadt Freiberg hat eine Rechnung für die Integration von Flüchtlingen an Kanzlerin Merkel geschickt.
Kay Nietfeld/dpa Die Stadt Freiberg hat eine Rechnung für die Integration von Flüchtlingen an Kanzlerin Merkel geschickt.

Freiberg - Das Treffen sei für Ende dieses Monats geplant, sagte ein Sprecher der Dresdner Staatskanzlei der "Freien Presse". Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) 736.200 Euro zurückgefordert. Das sind seinen Angaben zufolge die Kosten für die Integration von 1.700 Flüchtlingen im vergangenen Jahr.

In einem "Focus"-online-Interview sagte Krüger: "Die Kanzlerin hat mehrfach versprochen, dass es für die Finanzierung der Flüchtlingskrise weder Steuer- noch Schulderhöhungen geben werde und darüber hinaus auf die kommunalen Haushalte keine zusätzlichen Belastungen zukämen. Genau daran wollte ich sie erinnern."

Freiberg zähle zu jenen Kommunen, die am meisten Flüchtlinge aufgenommen haben. "Bei uns leben zurzeit 1.700 Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge – das entspricht einem vierprozentigen Anteil an unserer Einwohnerzahl. Im Bundesdurchschnitt ist es nur etwa ein Prozent", so der Oberbürgermeister.

"Es geht mir nicht nur um Freiberg oder hauptsächlich ums Geld, sondern ganz besonders darum, dass endlich eine ehrliche, öffentliche Debatte über diese hohe Belastung in den Kommunen geführt wird", sagte Krüger in dem Interview.

Lesen Sie hier: Gute Tat kommt Flüchtlingspaten teuer zu stehen

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