Die Strategie der SPD - Eine Gratwanderung

Der Lokalchef über die Strategie der SPD.
| Felix Müller
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Der Lokalchef Felix Müller über die Strategie der SPD.
ho Der Lokalchef Felix Müller über die Strategie der SPD.

Rot-Grün wurde 2014 von den kleinen Leuten abgewählt. In den Altbau-Innenstadt-Vierteln kamen SPD und Grüne zusammen fast überall auf 50 bis 56 Prozent der Stimmen. In Neuperlach oder Am Hart aber wurde noch nie viel Grün gewählt. Nun gingen zusätzlich die alten SPD-Wähler nicht mehr zur Wahl. Die Beteiligung lag teils nur noch knapp über 30 Prozent, die CSU lag oft sogar vor der SPD. Wenig spricht dafür, dass der Frust am Wählen etablierter Parteien insgesamt und der SPD im Besonderen seit 2014 kleiner geworden ist – eher im Gegenteil.

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Reiter will OB der kleinen Leute sein

Es ist richtig, dass Dieter Reiter seine Leute jetzt ermahnt, wieder mehr auf ihr altes Kernklientel zu hören, das nicht in geräumigen Altbau-Wohnungen in Schwabing lebt. Reiter kann – anders als sein Vorgänger Ude – mit seiner münchnerischen Bodenständigkeit glaubwürdig für dieses Projekt stehen. Schon im Wahlkampf, als ihn alle noch am Schwabinger Kulturbürger Ude maßen, sagte Reiter, er wolle im Geiste Georg Kronawitters ein „OB der kleinen Leute“ sein.

Wenn es konkret wird, könnte der Kurs trotzdem eine Gratwanderung werden, das wurde beim Parteitag deutlich. Reiter hat Videoüberwachung für sich entdeckt, und das offenbar auch dann, wenn es nur ein gefühltes, kein echtes Sicherheitsproblem gibt. Sowas kann Stimmen bringen – gerade unter überzeugten Rot-Grünen aber auch Sympathien kosten.

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