"Die Bombe weiß, wo sie ist": Geschmaklos-Tweet von Jutta Ditfurth

Eine inzwischen teilweise detonierte Weltkriegsbombe hält Dresden seit drei Tagen in Atem. Auf Twitter äußert sich die ehemalige Grünen-Chefin Jutta Ditfurth dazu und erntet einen Shitstorm.
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Jutta Ditfurth polarisiert gerne.
dpa Jutta Ditfurth polarisiert gerne.

Dresden - Jutta Ditfurth hetzt gegen Dresden. Den zweiten fehlgeschlagenen Versuch einer Entschärfung kommentiert die ehemalige Grünen-Chefin via Twitter: "Die Bombe weiß, wo sie ist". Damit spielt Ditfurth wohl darauf an, dass die islamfeindliche Organisation Pegida ihren Anfang in Dresden nahm. Die sächsische Hauptstadt gilt bis heute als Pegida-Hochburg.

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Weil die 66-Jährige mit ihrem Tweet alle Dresdner über einen Kamm schert, braute sich schnell ein Shitstorm über der 66-Jährigen zusammen.

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Die meisten Tweets stören sich daran, dass mit dem Tweet alle Dresdner als Rassisten verunglipft werden.

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Einer der Twitter-User erkennt in Ditfurths Entgleisung Wahlkampfhilfe für die AfD. Wieder ein anderer prangert an, dass sie mit ihrem Tweet sogar in den Jargon der Rechten verfalle.

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Inzwischen hat sich auch Jutta Ditfurth zu Wort gemeldet: "Meine Absicht war es, mit einem kleinen absurden Witz, herauszufinden, auf welchem Stand das politische Bewusstsein in Dresden und anderswo gerade ist. Hat geklappt", schrieb sie am Donnerstag ebnfalls auf Twitter.

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Von der Bombe, die am Dienstag in Dresden bei Bauarbeiten gefunden worden war, geht weiterhin Gefahr aus. Tausende Bewohner des betroffenen Stadtteils Löbtau - unweit des Hauptbahnhofes - mussten bereits die zweite Nacht in Folge außerhalb ihrer Wohnungen verbringen.

Rund 9.000 Bewohner wurden laut Polizei in Sicherheit gebracht. Die meisten waren bei Bekannten und Verwandten untergekommen. Etwa 800 Menschen verbrachten die Nacht auf Donnerstag in einer Notunterkunft.

Jutta Ditfurth war Mitbegründerin der bundesweiten Grünen, verließ die Partei aber nach der Bundestagswahl 1990. Für die antirassistische Wählervereinigung "ÖkoLinX" sitzt Ditfurth heute im Frankfurter Stadtrat.

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