Bundesrat gedenkt der Opfer des Anschlags von Hanau

Terroristische Gefahr von Rechts ist nach Auffassung des Bundesratspräsidenten viel zu lange unterschätzt worden. Einen Anschlag wie in Hanau künftig unmöglich zu machen, sei nun die Aufgabe aller.
| dpa
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Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD).
Gregor Fischer/dpa/dpa Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD).

Berlin - Der Bundesrat hat am Freitag der Opfer des Anschlags von Hanau gedacht. "Der Hass hat wieder einmal und schon viel zu oft Menschenleben gefordert", sagte Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD).

"Das für die Zukunft zu verhindern und den Angehörigen der Opfer mit aller Kraft und dauerhaft beizustehen, wird unsere gemeinsame Aufgabe sein."

Bei dem Anschlag hatte ein 43-jähriger Deutscher am Abend des 19. Februar neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Weitere Menschen wurden verletzt. Der Sportschütze soll auch seine Mutter getötet haben, bevor er sich selbst das Leben nahm. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann eine rassistische Gesinnung und war psychisch krank.

"Viel zu lange wurde die terroristische Bedrohung von Rechts unterschätzt", sagte der Ministerpräsident von Brandenburg zum Beginn der Sitzung des Bundesrats weiter. Dies habe es in Deutschland schon einmal gegeben und dürfe sich nicht wiederholen. Es gebe in Deutschland aus der Geschichte heraus einen Grundkonsens, der "nie wieder" laute. "Für unsere gemeinsame Zukunft werden wir darum kämpfen müssen, dass er von allen, wirklich von allen eingehalten wird."

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