AfD wählt Gauland und Weidel als Spitzenduo

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihr Spitzenduo für die Bundestagswahl gewählt: Alexander Gauland und Alice Weidel sollen die Partei in den Bundestag führen.
| AZ/dpa
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Sollen die AfD in den Bundestag führen: Alice Weidel und Alexander Gauland.
Rolf Vennenbernd/dpa Sollen die AfD in den Bundestag führen: Alice Weidel und Alexander Gauland.

Köln - Der rechtsnationale Parteivize Alexander Gauland und die wirtschaftsliberale Alice Weidel sollen die AfD in den Bundestagswahlkampf führen. Die Delegierten wählten das Spitzenduo am Sonntag auf einem Parteitag in Köln in geheimer Abstimmung.

Beatrix von Storch, die sich auch Hoffnungen auf einen Spitzenposten machte, straften die Delegierten ab. Parteichefin Frauke Petry hatte ihren Verzicht ja bereits angekündigt. Nun sollen also der Parteivize Alexander Gauland und die baden-württembergische Ökonomin Alice Heidel die Partei in den Bundestag führen.

Wahlprogramm gegen Zuwanderung verabschiedet.

Das soll mit den beiden Kandidaten und mit dem Wahlprogramm gelingen, das die AfD auf ihrem turbulenten Parteitag verabschiedet hat. Es richtet sich vor allem gegen Zuwanderung. Die rechtspopulistische Partei will eine "ungeregelte Massenimmigration in unser Land und in unsere Sozialsysteme" beenden. Integration sei Bringschuld der Migranten - diese müssten sich "anpassen", betont die AfD in ihrem am Sonntag nach kontroversen Debatten beschlossenen Programm. Eine Stabilisierung der Sozialsysteme sei nur möglich, wenn "unsere begrenzten Mittel" nicht in "unverantwortliche Zuwanderungspolitik" gesteckt würden.

Deutschland sollte den Euro-Raum nach AfD-Auffassung verlassen. Für die Wiedereinführung einer neuen nationalen Währung - der D-Mark - müssten rechtzeitig Vorkehrungen getroffen werden. Viel Raum nahm bei den Delegierten auch die Familienpolitik ein: Die Partei hält Maßnahmen zur Erhöhung der Geburtenzahl für erforderlich und will Familien stärker fördern.

Die AfD ist dagegen, dass Steuern und Abgaben "beliebig" erhöht werden können und fordert eine Umsatzsteuersenkung um sieben Punkte. Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I solle abhängig gemacht werden von der Dauer der Erwerbstätigkeit zuvor. Wer als Rentner arbeiten wolle, müsse das künftig ohne Abstriche bei den Rentenbezüge tun können.  

 

 

 

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