Umfrage zu Oktoberfest: 45 Prozent für Eintrittspreis

Die Idee, für den Wiesn-Besuch einen Eintritt zu verlangen, erfuhr in München keine nennenswerte Unterstützung. Eine Umfrage zeigt nun, dass das Meinungsbild bundesweit nicht so eindeutig ist.
dpa |
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Eintritt fürs Oktoberfest? Laut einer Umfrage haben viele Deutsche damit kein grundsätzliches Problem. (Illustration)
Eintritt fürs Oktoberfest? Laut einer Umfrage haben viele Deutsche damit kein grundsätzliches Problem. (Illustration) © Leonie Asendorpf/dpa
München

Knapp jeder zweite Deutsche hätte einer repräsentativen Umfrage zufolge kein Problem damit, wenn man für den Besuch des Münchner Oktoberfests Eintritt zahlen müsste. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) würden es 46 Prozent der Bundesbürger begrüßen, wenn Besucherinnen und Besucher künftig Eintritt zahlen müssten, um das Oktoberfest-Gelände zu betreten.

Nur 27 Prozent lehnen Vorstoß zu Eintrittspreisen klar ab 

Lediglich 27 Prozent lehnen den jüngsten Vorstoß des bayerischen Bierbrauer-Präsidenten Georg Schneider ab, der sich dagegen ausgesprochen hatte, die Kosten des Volksfests vor allem über hohe Bierpreise zu finanzieren. "Am Ende müssen wir uns die Frage stellen, ob Bier allein reicht, um eine Veranstaltung wie das Oktoberfest zu finanzieren", hatte Schneider Anfang Februar erklärt. Deshalb müsse man als Alternative in Betracht ziehen, Eintritt zu verlangen. Zur Höhe habe er "keine konkreten Vorstellungen".

Weitere 27 Prozent zeigten sich der Umfrage zufolge unentschieden. Bei den Erwachsenen im Alter unter 30 sprach sich sogar mit 51 Prozent die Mehrheit der Befragten für einen Eintrittspreis für das Oktoberfest aus. In Bayern stößt die Forderung, für den Wiesn-Besuch extra zahlen zu müssen, dagegen eher auf Ablehnung. 45 Prozent der Befragten im Freistaat lehnen eine Eintrittsgebühr ab, 33 Prozent hätten kein Problem damit.

Nicht nur Münchens Oberbürgermeister lehnt Eintritts-Idee klar ab

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Wiesn-Chef Christian Scharpf hatten dem Vorstoß umgehend eine klare Absage erteilt. "Das ist ein Volksfest, und das soll es auch bleiben", sagte Reiter. Schließlich gebe es auch Familien, die einfach nur über die Festwiese schlendern wollten. Auch die Wiesn-Wirte selbst lehnen den Vorschlag ab - nicht nur, weil Eintrittsgelder den Volksfestcharakter zerstörten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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