Wohnungslosigkeit in München stark angestiegen

Es gibt immer mehr Wohnungslose in München aber die Zahl der Plätze in den Einrichtungen stagniert seit Jahren.
| Felix Müller
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Kein Herz für Obdachlose? Zahlreiche Befragte sehen Wohnungslose skeptisch.
Kein Herz für Obdachlose? Zahlreiche Befragte sehen Wohnungslose skeptisch. © dpa

München - Die SPD-Stadtratsfraktion schlägt Alarm: "Aktuelle Mindeststandards zur Unterbringung" könnten in der Wohnungslosenhilfe in München teils nicht mehr erfüllt werden, heißt es in einer Mitteilung.

Die SPD-Fraktion verweist auf aktuelle Zahlen der Stadtverwaltung. Demnach waren im Jahr 2007 2.500 Personen in der Stadt von Wohnungslosigkeit betroffen, 2019 wurden bereits 8.600 (!) gezählt.

Viele Wohnungslose bleiben bis zu ihrem Tod in Einrichtungen

Die Zahl der stationären Plätze habe sich seit 2009 aber nicht verändert, "obwohl der Bedarf hoch und die Fluktuation gering" seien, so die SPD. "Nur fünf bis acht Plätze werden pro Jahr frei." Die meisten der oft psychisch belasteten Bewohnerinnen und Bewohner blieben bis zu ihrem Tod in den Einrichtungen.

Und: Die Platzprobleme in den Heimen könnte sich weiter verschlimmern, weil bald nur noch Einzelzimmer mit bestimmten Vorgaben erlaubt sind. 120 Plätze in München könnten alleine so wegfallen, heißt es von der SPD.

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Die fordert nun, die Angebote den gesetzlichen Vorgaben anzupassen und die Zahl der Plätze trotzdem zu erhöhen. Dafür hat sich im Sozialausschuss des Stadtrats jetzt eine Mehrheit ausgesprochen. SPD-Fraktionschef Christian Müller sagte gestern: "Mit diesem Konzept erhalten die Menschen, die eine langfristige Unterbringung brauchen, die bestmögliche Perspektive."

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