Wiesn und Auer Dult: Rathaus-Fraktionen fordern Verbot von Ponyreiten

Was für die einen Tradition ist, ist für die anderen Tierquälerei: Die Rathaus-Fraktionen der Grünen und SPD wagen einen neuen Vorstoß in Sachen Verbot von Ponyreiten auf Münchner Festen.
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Ponyreiten auf einem bayerischen Volksfest. (Archivbild)
Ponyreiten auf einem bayerischen Volksfest. (Archivbild) © imago images/imagebroker

München - Es ist nicht das erste Mal, dass sich Widerstand regt und die Forderung laut wird, das Ponyreiten auf Festen oder Jahrmärkten, die auf städtischen Flächen stattfinden, zu verbieten.

Genau das fordern die Rathaus-Fraktionen der Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt in ihrem aktuellen Antrag im Münchner Stadtrat. Die Initiative um Stadträte wie Julia Post und Roland Hefter hat dabei in erster Linie Münchner Großveranstaltungen wie das Oktoberfest und die Auer Dult im Blick.

"Das stupide Laufen im Kreis" vermittelt kein zeitgemäßes Bild

"Pferde sind Fluchttiere und leiden daher unter der permanenten Lärmbeschallung durch Musik, Licht und Besucher*innen auf Jahrmärkten", begründen die Fraktionen ihren Antrag.

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"Das stupide Laufen im Kreis" vermittle kein zeitgemäßes Bild von Tieren und Pferden als Lebewesen im Sinne des ethischen Tierschutzes, sondern eher das Bild eines Konsumgutes: "Das bietet keinen Mehrwert oder tatsächliche Interaktion zwischen Kindern und Tieren."

Unmittelbare Folgen der nicht artgerechten Behandlung würden zu Schaden am Skelett der Tiere führen; besonders an Hals und Wirbelsäule. Durch die einseitige Belastung der Beine und Hufe komme es außerdem zu fehlerhaften Beinstellungen.

Klar formulierter Wunsch der beiden Fraktionen: "Wer Interaktion mit Tieren sucht, soll sich über artgerechte Angebote auf der städtischen Homepage informieren können."

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