Werden dämlich abgestellte E-Scooter in München bald geahndet?

Die Rathaus-CSU will prüfen lassen, ob die Stadt rücksichtsloses Abstellen von E-Scootern als Ordnungswidrigkeit ahnden lassen kann. Auch eine Meldeplattform soll in Zusammenarbeit mit den Verleihern eingerichtet werden.
| Lukas Schauer
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E-Scooter werden oft nicht gerade pfleglich behandelt – und abgestellt, wo es gerade passt.
E-Scooter werden oft nicht gerade pfleglich behandelt – und abgestellt, wo es gerade passt. © Axel Heimken/dpa

München - In Köln nahm die E-Scooter-Belastung schon derart zu, dass Oberbürgermeisterin Henrietter Reker (parteilos) die Angelegenheit zur Chefinnensache machte. Dort traten am 3. September neue, schärfere Regeln in Kraft, nachdem es zuvor massive Probleme mit achtlos abgestellten oder sogar weggeworfenen E-Scootern gegeben hatte.

Selbst im Rhein sollen mittlerweile um die 500 E-Scooter liegen. Ganz so schlimm ist es in München nicht, dennoch ärgern sich auch hier viele über sinnfrei abgestellte E-Scooter auf Gehwegen, in Parks oder mitten auf Radwegen oder Parkplätzen.

Auch in der Isar wurde schon ein E-Scooter gesehen

Und sogar in der Isar wurde unlängst ein E-Scooter entdeckt, er trieb am Oberföhringer Wehr an einer Sandbank.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Die CSU im Rathaus hat sich dem Problem nun angenommen und letzte Woche ein Antragspaket an OB Dieter Reiter (SPD) gestellt. Die Fraktion möchte, dass die Stadt prüft, ob in Zukunft "rücksichtsloses Abstellverhalten bei Leih-Kleinstfahrzeugen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann bzw. ob es möglich ist, eine Beseitigung auf Kosten der Anbieter durchzuführen", schreiben die Stadträte.

CSU: E-Scooter-Meldeplattform einrichten

Zudem wollen die Christsozialen eine zentrale Online-Meldeplattform für falsch abgestellte E-Scooter oder -räder einrichten. Eine solche Meldestelle, "mit der in kurzer Zeit eine Beseitigung von störenden
Fahrzeugen veranlasst werden kann", sei hilfreich, um das Problem in den Griff zu bekommen, so die Rathaus-CSU.

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Manch einem wird in München noch das Fiasko mit den O-Bikes in Erinnerung sein. Die orangefarbenen Billig-Räder aus Singapur waren zwischen 2017 und 2019 zu Tausenden in München aufgestellt worden. Gefahren wurde mit ihnen weniger, sie hingen vielmehr meistens in Bäumen oder trieben in der Isar – es gab sogar einen eigenen Instagram-Kanal, der Bilder von kaputten O-Bikes sammelte.

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