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Impfanreize in München: Wer sich impfen lässt, soll gratis ins Museum

Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat bringt Freikarten als zusätzlichen Impfanreiz ins Spiel. Wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, soll dann beispielsweise gratis Bahn fahren oder den Tierpark besuchen können. Die Grünen machen nicht mit.
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Durch Freikarten könnte die Impfbereitschaft erhöht werden – zumindest wenn es nach der SPD/Volt-Fraktion geht. (Archivbild)
Durch Freikarten könnte die Impfbereitschaft erhöht werden – zumindest wenn es nach der SPD/Volt-Fraktion geht. (Archivbild) © Friso Gentsch/dpa

München - In Deutschland macht sich Impfmüdigkeit breit – auch in Bayern und München wollen sich immer weniger Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen.

"Wir müssen jeden Tag dafür werben, dass wir Impfwillige finden", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vor über einer Woche nach einer Sitzung des Kabinetts. Er plädierte für niederschwelligere Impfangebote.

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Auch in München macht sich Impfmüdigkeit bemerkbar

Das gleiche Szenario ist seit einiger Zeit auch in München zu beobachten: Vor allem im Impfzentrum in Riem seien zuletzt nicht immer alle Kapazitäten genutzt worden, es gab weniger Impfwillige als Dosen, teilte das Gesundheitsreferat (GSR) mit.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, macht die Stadtratsfraktion der SPD und Volt nun einen neuen Vorschlag: Als zusätzlichen Impfanreiz soll es künftig Freikarten für die Corona-Impfung geben. Konkret wäre es der Fraktion zufolge vorstellbar, Freikarten für Museen, Konzerte, Sportveranstaltungen, den ÖPNV oder den Tierpark Hellabrunn an Impfwillige zu verschenken. Zudem könne in Zusammenarbeit mit der Gastronomie und dem Einzelhandel eine Tombola mit Sachpreisen und Gutscheinen initiiert werden.

"Auch wenn es Geld kostet, ein nächster Lockdown kostet mehr"

"Nachdem wir keine Impfpflicht wollen, aber diese Impfmüdigkeit bekämpfen müssen, damit im Herbst nicht wieder der ganze Corona-Wahnsinn mit all seinen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft zu schlägt, müssen wir alles, aber wirklich alles versuchen die Menschen zum Impfen zu motivieren", wird SPD-Stadtrat Roland Hefter in einer Mitteilung zitiert. "Auch wenn es Geld kostet, ein nächster Lockdown kostet mehr, von den Menschenleben ganz zu schweigen, die wir verlieren, wenn uns die Delta-Variante bei einer schlechten Impfquote im Herbst mit voller Wucht treffen würde."

SPD-Stadtrat Roland Hefter.
SPD-Stadtrat Roland Hefter. © imago images/Futur Image

Grüne sind gegen den Freikarten-Vorstoß

Der Koalitionspartner will bei diesem Vorstoß jedoch nicht mitmachen. Gutscheine zu verteilen, halte sie für nicht sinnvoll, sagt Grünen-Stadträtin Angelika Pilz-Strasser, die als Hausärztin in der Au arbeitet. "Und das hat nichts mit den Kosten zu tun. Sie befürchtet vielmehr, dass Impfskeptiker noch misstrauischer werden könnten, wenn sie das Gefühl haben, die Impfung könnte ihnen untergejubelt werden. "Sie könnten denken, die Impfung muss ja etwas Schlechtes sein, wenn ich dazu überredet werden soll."

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Für sinnvoller hält sie es, wenn die Stadt möglichst unkompliziert Impfungen ermöglicht – so, wie sie es mit dem Impfbus plant. Dieser hält am Samstag von 11 bis 17 Uhr auf dem Backstage-Gelände, am Montag von 13 bis 16 Uhr auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der LMU und am Dienstag von 12 bis 20 Uhr auf dem Marienplatz. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig, allerdings müssen alle Impfwilligen vorab in BayIMCO registriert sein.

Die Stadtverwaltung solle dem SPD-Antrag zufolge dem Stadtrat nun verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die Impfbereitschaft der Münchner Bevölkerung steigern lässt.

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