Vier Fälle von illegalem Welpenhandel in München vereitelt

Die Münchnerin Melanie Schmidt hat in zwei Wochen gleich vier mutmaßlichen Tätern das Handwerk gelegt. Die Masche der illegalen Welpenhändler verändert sich, erzählt sie.
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Die Tiere waren nicht geimpft, die Papiere gefälscht.
Die Tiere waren nicht geimpft, die Papiere gefälscht. © privat

München - Gleich vier Fälle von illegalem Welpenhandel hat Melanie Schmidt innerhalb von zwei Wochen aufgedeckt, in allen Fällen waren die Händler auf eBay aktiv.

Unter anderem wurde dort die Modehunde-Rasse Pomeranian Zwergspitz für 3.300 Euro angeboten. Die Rasse ist durch Influencer auf Instagram bekannt und beliebt geworden.

Münchnerin rettet Hundewelpen

Die 27-Jährige traf sich mit dem Verkäufer, der den Welpen in einer Tragetasche ohne Futter und Wasser dabei hatte. Zuvor hatte die Tierschützerin die Polizei informiert - mit den Beamten der PI 11 arbeitet die Münchnerin mittlerweile seit mehreren Jahren zusammen.

Melanie Schmidt mit einem der geretetten Malteser-Welpen.
Melanie Schmidt mit einem der geretetten Malteser-Welpen. © privat

Vier Zivilpolizisten warteten in der Umgebung und nahmen den Händler fest, als es zur Geldübergabe kommen sollte. Laut Verkäufer stammt der Welpe aus Bulgarien und war nicht wie vorgeschrieben gegen Tollwut geimpft. Der vermeintliche Händler konnte keine Genehmigung "zum gewerbsmäßigen Handel mit Wirbeltieren" vorweisen.

Einige Tage zuvor hatte Schmidt bereits drei Malteser-Welpen (1.900 Euro pro Hund) gerettet. Am Pfingstmontag stellte die 27-Jährige dann erneut mit der PI 11 einen Welpen sicher, dieses Mal einen kleinen Deutschen Spitz. Der Hund stammte aus der Slowakei, auch hier fehlten Papiere und Impfungen.

Auch diesen süßen Welpen stellte die Polizei mit Hilfe der 27-Jährigen sicher.
Auch diesen süßen Welpen stellte die Polizei mit Hilfe der 27-Jährigen sicher. © privat

Neue Masche der Welpenhändler

Am Freitag schließlich gelang die Sicherstellung von Labrador-Welpen aus Polen. In allen vier Fällen wurde Anzeige gegen die Händler gestellt. "Die Welpenmafia hat eine neue Masche: Sie inserieren nicht mehr selber sondern reagiert gezielt auf Suchanfragen im Internet", sagt Schmidt der AZ.

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"Ich bekomme täglich mehrere Anzeigen aus der Ukraine, Polen oder der Slowakei". Sofern es der 27-Jährigen möglich ist, vereinbart sie Treffen, um die Hunde zu retten. Mehr als 500 solcher illegaler Geschäfte in sechs Jahren hat die Münchnerin so schon unterbunden.

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