Vergewaltigung am Heimstettener See: Tatverdächtiger entlastet

Zuletzt ist eine 15-Jährige bei einer Feier am Heimstettener See missbraucht worden. Eine heiße Spur hat sich nun zerschlagen.
| Ralph Hub
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Die 15-jährige Schülerin war am Donnerstagabend mit Freunden am Heimstettener See in Aschheim. Rund 150 Teenager feierten nach bestandener Prüfung eine Schulabschlussparty. (Symbolbild)
Die 15-jährige Schülerin war am Donnerstagabend mit Freunden am Heimstettener See in Aschheim. Rund 150 Teenager feierten nach bestandener Prüfung eine Schulabschlussparty. (Symbolbild) © imago images/Lackovic

München - Fast schien es so, als habe die Kripo das abscheuliche Verbrechen innerhalb weniger Stunden aufgeklärt. Am Samstag wurde ein verdächtiger Mann festgenommen.

15-Jährige musste unbekannte Substanz schnupfen

Eine 15-jährige Schülerin war am Donnerstagabend mit Freunden am Heimstettener See in Aschheim. Rund 150 Teenager feierten nach bestandener Prüfung eine Schulabschlussparty.

Dabei lernte die 15-Jährige einen jungen Mann kennen. Später am Abend zogen sich beide von der Party am See zurück. Dabei zerrte sie der Mann unter Schlägen plötzlich ins Gebüsch und zwang das Mädchen, eine unbekannte Substanz zu schnupfen, um es gefügig zu machen. Dann vergewaltigte der Unbekannte die 15-Jährige und flüchtete.

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Das Opfer erzählte einer Freundin, was passiert war, diese alarmierte gegen 23 Uhr die Polizei. Sofort lief eine Fahndung nach dem Vergewaltiger an.

Die Kripo wertete dabei auch mehre Handyvideos aus, die auf der Party aufgenommen worden waren, zudem wurden Gäste befragt. Am Samstag schien der Fall kurz vor der Aufklärung. Ein junger Mann wurde festgenommen und befragt. Inzwischen wurde der Mann aber wieder entlassen. "Er kommt nach derzeitigen Ermittlungsstand als Täter nicht in Frage", sagte Polizeisprecher Werner Kraus  am Montag zur AZ.

Ermittlungen laufen weiter

Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgesetzt. Es gingen etliche Hinweise aus der Bevölkerung ein. "Jedem Einzelnen wird nachgegangen", sagt Werner Kraus.

Über Facebook hatte das Präsidium um Unterstützung gebeten. Statt Hinweisen gingen auf der Seite der Polizei Hunderte, teils rassistische Hasskommentare ein. Von 525 Posts mussten 405 unleserlich gemacht werden. Einige User warfen dem Mädchen vor, es sei selbst schuld an der Vergewaltigung.

Wir stehen zur Meinungsfreiheit", betont Polizeisprecher Damian Kania, "aber derartige Dinge gehen entschieden zu weit." Das Präsidium entschloss sich deshalb erstmals, die Kommentarfunktion auf seiner Facebook-Seite zu sperren.

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