Hetze und Hass zu Vergewaltigungsfall: Polizei muss Facebook-Kommentare sperren

Unter dem Zeugenaufruf zur Vergewaltigung einer Schülerin am Heimstettener See laufen innerhalb von 24 Stunden so viele Hass-Kommentare ein, dass die Polizei die Kommentarspalte abschaltet.
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Die Münchner Polizei musste die Kommentar-Funktion unter dem Post ausschalten.
Die Münchner Polizei musste die Kommentar-Funktion unter dem Post ausschalten. © Rolf Vennenbernd/dpa/dpa

München - Innerhalb von 24 Stunden sind unter dem Post der Münchner Polizei laut Polizeisprecher Damian Kania 525 Kommentare eingelaufen - das meiste davon Hass.

"405 Kommentare musste wir verbergen", sagt Kania. Die Beamten kamen mit der Moderation der Kommentare nicht mehr hinterher und schlossen die Kommentarfunktion schließlich ganz. Das habe es so noch nie gegeben, so Kamia weiter.

Polizei muss Facebook-Kommentarfunktion sperren

Zwar sei Strafrechtliches nicht dabei gewesen, viele hätten aber ausländische Personen pauschal verdächtigt oder ekelhafte Kommentare zu dem Fall abgegeben.

Die Ermittler hatten sich eigentlich ernsthafte Hinweise zu dem Fall erhofft. Am Wochenende gab es denn auch eine Festnahme, der Mann wurde aber mittlerweile wieder entlassen. Die Polizei hat Zweifel, dass er der Täter ist.

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Wie berichtet, war vergangene Woche eine 15-jährige Schülerin von einem Unbekannten am Heimstettener See erst unter Drogen gesetzt und dann vergewaltigt worden. Die Schülerin hatte dort ihren Abschluss gefeiert. Der Täter soll zeitgleich auf einer anderen Party am See gewesen sein.

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