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Verdi-Streik in München: Das müssen Fahrgäste am Donnerstag wissen

Der nächste Warnstreik im Nahverkehr hält auch am Donnerstag an: In München wird bereits seit Dienstag gestreikt, seit Mittwoch, 11 Uhr, fahren weder Tram, noch Bus und U-Bahn in der Landeshauptstadt – mit Ausnahmen.
von  AZ/dpa
Die Warnstreiks in bayerischen Städten - darunter auch München - gehen auch am Donnerstag weiter.  (Archivbild)
Die Warnstreiks in bayerischen Städten - darunter auch München - gehen auch am Donnerstag weiter. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Update vom 19. März, 8.11 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft teilte mit, dass auch am Donnerstag wieder erhebliche Einschränkungen bei den U-Bahnen und Trambahnen zu erwarten seien sowie Taktausdünnungen bei den Busen. Die Buslinien würden trotzdem eine Grundversorgung im Stadtgebiet ermöglichen. Bei den Straßenbahnen seien die Linien 20 im 10-Minuten-Takt sowie 25 im 20-Minuten-Takt in Betrieb. Die U-Bahnen könnten zwischen Sendlinger Tor und Münchner Freiheit genutzt werden. Wie üblich fahren S- und Regionalbahnen, weil sie andere Betreiber haben. Auch Regionalbusse rund um die Ballungszentren sind nicht betroffen.

Wer zum Flughafen möchte, muss allerdings ab dem Abend auf die S-Bahn verzichten. Wegen Arbeiten am Stellwerk verkehren bis Montag Ersatzbusse.Mehr erfahren Sie hier

Update, 16.23 Uhr: Aktuell sichern Busse die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet, teilt die MVG mit. Etwa zwei Drittel der Fahrzeuge sind im Einsatz, und nach aktuellem Stand verkehren auch die Nachtlinien beim Bus "größtenteils". Der aktuelle Stand kann kurzfristig vor Fahrtantritt auf mvg.de und in der App MVGO überprüft werden.  

Bei der Tram fährt nur die stark nachgefragte Linie 20 bis 22.30 Uhr im Zehn-Minuten-Takt, danach bis Betriebsschluss alle 20 Minuten.

Die U-Bahn fährt voraussichtlich bis Betriebsschluss mindestens alle zehn Minuten auf den folgenden Abschnitten Fürstenried West – Brudermühlstraße – Sendlinger Tor – Marienplatz – Münchner Freiheit – Fröttmaning sowie Harthof – Scheidplatz –Hauptbahnhof – Sendlinger Tor.

Champions League: Hinweise zum Bayern-Spiel gegen Bergamo

Besucher des Fußballspiels am Mittwochabend in der Allianz Arena bittet die MVG, die folgenden Punkte zu beachten.

  • Um größere Engpässe unmittelbar vor Spielbeginn zu vermeiden, wird eine möglichst frühzeitige Anreise empfohlen.
  • Die U-Bahn fährt bis Betriebsschluss im Abschnitt Fürstenried West – Fröttmaning mindestens alle zehn Minuten.
  • Für die Anreise zum Stadion steht ab 17.30 Uhr der kostenlose Bustransfer des FC Bayern zwischen der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke und Kieferngarten zur Verfügung. Von dort ist die Allianz Arena fußläufig über die Kieferngartenstraße erreichbar.
  • Nach dem Spiel fahren die Busse vom Kieferngarten zum Karlsplatz (Stachus). Der Bustransfer wird mit zusätzlichen Fahrten privater Omnibusunternehmen verstärkt.
  • Die Fahrgäste und Fußballfans werden um Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme gebeten. Auch bei der Heimreise kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Insbesondere für Fans aus dem Umland bieten sich Fahrgemeinschaften an.
  • Wegen des stark eingeschränkten ÖPNV-Angebots empfiehlt es sich, gerade die Heimfahrt bereits im Vorhinein zu planen.

MVG-Ausblick auf Streiktag am Donnerstag

Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi geht auch am Donnerstag (19. März) ganztags weiter. "Ein regulärer Betrieb ist voraussichtlich wieder ab Betriebsbeginn Freitag, 20. März, möglich, wenn der Streik beendet ist", teilt die MVG mit.

Der Bus werde auch am Donnerstag die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet sichern, heißt es weiter. Die Priorität liege auf der möglichst gleichmäßigen Verteilung der einsatzbereiten Fahrzeuge im Netz.  

Bei der Tram kann die Linie 20 regulär in Betrieb gehen. Bis 18 Uhr ist nach aktuellem Stand ein Zehn-Minuten-Takt möglich.

Die U-Bahn bleibt zunächst außer Betrieb. Abhängig von der Personalverfügbarkeit gehen einzelne Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb.

Update, 14.48 Uhr: Wie berichtet, arbeitet die MVG an den Streiktagen mit einem Notfallplan, in dem auch die U-Bahnlinie 6 zwischen Innenstadt und der Haltestelle Fröttmaning in der Nähe des Stadions verkehrt. Das ist ein Segen für die Fans des FC Bayern, die sich am Abend das Champions-League-Heimspiel des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo anschauen wollen.

Als Verdi am 11. Februar den Münchner Nahverkehr bestreikte, da stand eine Absage des Pokalspiels der Bayern gegen RB Leipzig zur Disposition – und es gab dann sogar einen Sonderbetrieb. Neben der U6 fuhren auch Busse, auch jetzt bietet der Klub ab 17.30 Uhr einen kostenlosen Bustransfer von der S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke an.  "Ich würde nicht sagen, dass das Fußballspiel gegenüber dem Berufsverkehr priorisiert wurde, sondern eher der sichere Betrieb", zitierte BR24 damals MVG-Sprecher Maximilian Kaltner.

Wie bereits bekannt ist, wird auf den U-Bahnlinien 3 und 6 ein abschnittsweiser Betrieb aufgebaut und liegt der Schwerpunkt dabei auf der Strecke zwischen der Innenstadt und Fröttmaning. Das sei aber keinesfalls eine Entscheidung dem FC Bayern zuliebe, so die MVG gegenüber BR24: "Die Priorität lag immer schon auf der Linie U6, weil das die meistbefahrene Linie ist. Da haben wir nichts an unserem Konzept geändert." Und wenn man den Notfallplan aufstelle, berücksichtige man eben auch "Großveranstaltungen mit hohem Verkehrsaufkommen – wie das Fußballspiel am Mittwochabend".

Verdi-Streik in München: Das ist der Stand bei Bus, Tram und U-Bahn

Update, 12.49 Uhr: Ein Blick der Münchner Verkehrsgesellschaft auf die aktuelle Betriebslage (Stand 12.30 Uhr) zeigt, dass die MVG-Busse derzeit "die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet" sichern. Etwa zwei Drittel der Fahrzeuge sind dabei laut MVG im Einsatz.  

Bei der Tram fährt nur die stark nachgefragte Linie 20 im Zehn-Minuten-Takt. Der Betrieb sei nach aktuellem Stand bis 18 Uhr gesichert, bis 23 Uhr sei ein 20-Minuten-Takt möglich, so die MVG.  

Bei der U-Bahn habe man den Betrieb weiter ausgedehnt können. Die Züge fahren mindestens alle zehn Minuten auf den folgenden Abschnitten: Fürstenried West – Brudermühlstraße – Sendlinger Tor – Marienplatz – Münchner Freiheit – Fröttmaning Harthof – Scheidplatz – Hauptbahnhof – Sendlinger Tor.

"Der Betrieb ist voraussichtlich bis Betriebsschluss gesichert. Damit ist in den Abendstunden auch die Allianz Arena mit der U-Bahn erreichbar", heißt es bei der MVG.

MVG teilt mit: Mehr als die Hälfte aller Busse sind im Einsatz

Update, 10.09 Uhr: Die MVG weist noch einmal darauf hin, dass die S-Bahn, die Regionalzüge und die Linien der MVV-Regionalbusse nicht bestreikt werden und rät, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen.

"Seit 9 Uhr rücken die Fahrzeuge schrittweise ein, um rechtzeitig vor Streikbeginn die Betriebshöfe zu erreichen. Bis 11 Uhr wird auf das Notnetz umgestellt: Der Bus sichert die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet. Mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge ist im Einsatz", teilt die MVG mit.

Champions League: Allianz Arena am Abend mit der U-Bahn erreichbar

Bei der Tram bleibe die stark nachgefragte Linie 20 in Betrieb: "Je nach Personalverfügbarkeit kann gegebenenfalls auch die Linie 25 in Betrieb gehen."

Die U-Bahn fahre nur im Abschnitt Fürstenried West – Brudermühlstraße – Sendlinger Tor – Marienplatz – Münchner Freiheit – Fröttmaning. Es werde ein abschnittsweiser Betrieb auf den Linien U3/U6 aufgebaut: "Wie bei den letzten Streiktagen liegt die Priorität auf dem Abschnitt zwischen Innenstadt und Fröttmaning. Damit ist abends auch die Allianz Arena mit der U-Bahn erreichbar. Der genaue Umfang und die Taktung hängt von der Personalverfügbarkeit ab."

Pendler können am Freitagmorgen wieder auf die MVG setzen

Update, 18. März, 7.23 Uhr: Fahrgäste in U-Bahnen, Tram und Bussen im Münchner Nahverkehr sollten sich heute nach Alternativen umschauen. Ab 11 Uhr hat die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die weiterhin festgefahrenen Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr.

Pendlerinnen und Pendler am Morgen sollen zwar noch weitgehend verschont bleiben. Ab 9 Uhr werde das Angebot bei U-Bahn und Tram aber bereits ausgedünnt, ab 11 Uhr auf das Notnetz umgestellt, erklärte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Der Bus sichere dabei die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet. Die S-Bahn, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien sind nicht betroffen (weitere Details lesen Sie hier). Der Warnstreik dauert nach Angaben von Verdi bis Freitag, 4 Uhr nachts. Pendler können am Freitagmorgen also wieder auf die MVG setzen.  

Mit dem Bayern-Bus in die Allianz Arena

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bittet insbesondere Besucher des Fußballspiels am Mittwochabend in der Allianz Arena, folgende Punkte zu beachten.

  • Um größere Engpässe unmittelbar vor Spielbeginn zu vermeiden, wird eine möglichst frühzeitige Anreise empfohlen.
  • Für die Anreise zum Stadion steht ab 17.30 Uhr der kostenlose Bustransfer des FC Bayern zwischen der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke und Kieferngarten zur Verfügung. Von dort ist die Allianz Arena fußläufig über die Kieferngartenstraße erreichbar. Nach dem Spiel fahren die Busse vom Kieferngarten zum Karlsplatz (Stachus). Der Bustransfer wird mit zusätzlichen Fahrten privater Omnibusunternehmen verstärkt.
  • Die Fahrgäste und Fußballfans werden um Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme gebeten. Auch bei der Heimreise kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Insbesondere für Fans aus dem Umland bieten sich Fahrgemeinschaften an. 
  • Wegen des stark eingeschränkten ÖPNV-Angebots empfiehlt es sich, insbesondere die Heimfahrt bereits im Vorhinein zu planen.

"Bis Mittwoch, 9 Uhr, fahren U-Bahn, Bus und Tram regulär. Der Pendlerverkehr am Vormittag ist damit gewährleistet", so die MVG. Zwischen 9 Uhr und 11 Uhr sollen die Fahrzeuge schrittweise einrücken, um zu vermeiden, dass mit Streikbeginn Fahrzeuge auf der Strecke abgestellt werden. Ab 11 Uhr werde "auf das Notnetz" umgestellt.

Der Bus sichere dabei die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet, bei der Tram liege der Fokus zunächst auf der stark nachgefragten Linie 20.  

Bei der U-Bahn werde ein abschnittsweiser Betrieb auf den Linien U3/U6 aufgebaut: "Wie bei den letzten Streiktagen liegt die Priorität auf dem Abschnitt zwischen Innenstadt und Fröttmaning. Damit ist abends auch die Allianz Arena mit der U-Bahn erreichbar." Der genaue Umfang und die Taktung hängt laut MVG von der Personalverfügbarkeit ab.

Stillstand ab Mittwoch

Update, 11.34 Uhr: Der für Dienstag angekündigter Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ist für die Fahrgäste zunächst ohne Auswirkungen geblieben. Bei U-Bahn, Bus und Tram gebe es keine Ausfälle, teilte die MVG am Vormittag mit. 

Stillstand soll dagegen von Mittwoch an herrschen. Bis Freitagfrüh (4 Uhr) sollen in München U-Bahnen und Trams stark eingeschränkt oder gar nicht fahren, ebenso wie alle Buslinien bis zur Nummer 199. Problematisch ist das insbesondere für Fußballfans, die am Mittwoch (Anstoß 21 Uhr) in die Allianz Arena wollen, um das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München in der Champions League gegen Atalanta Bergamo mitzuerleben. Informationen zur Anreise will die MVG am Nachmittag bekanntgeben. 

Update, 17. März, 8.19 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat noch einmal betont, dass sich der Streik-Aufruf der Gewerkschaft Verdi bereits ab dem heutigen Dienstag an die Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice richtet. "Am Mittwoch, 18. März, ab 11 Uhr und Donnerstag, 19. März, ganztags sind alle Tarifbeschäftigten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Stadtwerke München (SWM) im Ressort Mobilität dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Davon seien die U-Bahn, die Trambahn und alle Buslinien bis zur Nummer 199 betroffen: "Die S-Bahn, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt." Ein regulärer Betrieb sei voraussichtlich wieder ab Betriebsbeginn Freitag, 20. März, möglich, "wenn der Streik beendet ist".

Streik im Münchner Nahverkehr: Grundversorgung soll stehen

Die MVG weist darauf hin, dass sie sich wie bei jedem Streik im Vorfeld auf Grundlage eines Notfahrplans vorbereite: "Die Priorität liegt dabei auf einer möglichst gleichmäßigen Verteilung der einsatzbereiten Busse im Netz. Sie werden stadtweit die Grundversorgung absichern."

Abhängig von der Personalverfügbarkeit gehen außerdem einzelne Tram- und U-Bahn-Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb. Die Priorität liegt dabei wie bei den bisherigen Streiktagen bei der Tram auf den Linie 20 und bei der U-Bahn auf der U6.

ÖPNV-Streik in München: Was das für das FC-Bayern-Spiel bedeutet

Auch Großveranstaltungen mit hohem Verkehrsaufkommen, wie das Fußballspiel am Mittwochabend, werden bei den Planungen berücksichtigt. Die MVG empfiehlt, am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen, wenn möglich.  

Am Dienstag ist davon auszugehen, dass Bus und Tram den ganzen Tag über wie gewohnt fahren. Auch die U-Bahn wird voraussichtlich den Betrieb am frühen Morgen aufnehmen, Einschränkungen im Laufe des Tages sind  laut MVG aber möglich.  

Aktuelle Informationen finden Sie unter "Aktuelle Störungen" auf mvg.de und in der App MVGO unter "Störungen".  Die aktuelle Verbindungsabfrage zeigt jeweils mit farbiger Uhrzeit an, welche Züge und Busse auch im Streikfall fahren (grün = pünktlich; rot = verspätet).  Außerdem informiert die MVG auch über Anzeigen und Ansagen über die Betriebslage. 

Warnstreik beginnt am Mittwoch um 11 Uhr und endet am Freitag um 4 Uhr

Update, 16.30 Uhr: Die Verdi-Verhandlungsführung hat deutlich gemacht, "dass die Beschäftigten dringend spürbare Verbesserungen sowohl beim Entgelt als auch bei den Arbeitsbedingungen benötigen". Man sehe keine andere Möglichkeit, als den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am 23. März "deutlich zu erhöhen", heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Unabhängig von der Information der Münchner Verkehrsgesellschaft, dass am Dienstag schon ein Streik für Teile der MVG-Belegschaft startet (siehe Eintrag unten), sind die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs laut Verdi in München von Mittwoch (18. März, 11 Uhr) bis Freitag (20. März, 4 Uhr) zum Streik aufgerufen.  

Haris Softic, Bezirksfachbereichssekretär bei Verdi München, bittet um Verständnis bei den Fahrgästen: "Die Beschäftigten im ÖPNV sind selbst auf Busse und Bahnen angewiesen und können den Frust über einen erneuten Streik nachvollziehen. Um die Fahrgäste nicht unnötig hart zu treffen, beginnen wir mit den Streikmaßnahmen erst, nachdem der Großteil der Pendlerinnen und Schülerinnen am Mittwoch ihr Ziel erreicht haben.

Am Donnerstag (19. März, 13.30 Uhr) gibt es eine Kundgebung am Marienplatz. "Wer in der größten Stadt Bayerns auch in Zukunft einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr will, muss jetzt in das Personal investieren", sagt Claudia Weber, Bezirksgeschäftsführerin von Verdi München. Auffällig: Auch diesmal ist wieder ein Spiel des FC Bayern betroffen. Der deutsche Rekordmeister erwartet am Mittwochabend in der Champions League das Team von Atalanta Bergamo in der Allianz Arena. 

Update, 11.18 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) teilt mit, dass die Gewerkschaft Verdi Mitarbeiter der Leitstelle und des Fahrgastservice bereits für Dienstag (17. März) zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen hat.

Münchner Fahrpersonal nicht betroffen: Warnstreik trifft MVG bereits am Dienstag  

"Es ist davon auszugehen, dass Bus und Tram den ganzen Tag über wie gewohnt fahren. Auch die U-Bahn wird voraussichtlich den Betrieb am frühen Morgen aufnehmen, Einschränkungen im Laufe des Tages sind aber möglich", informiert die MVG am Montag. 

Erstmeldung, 16. März, 10.05 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Auch in Bayern und in der Landeshauptstadt München sollen am Donnerstag Busse und Bahnen ganztägig in den Depots bleiben, wie die Gewerkschaft mitteilte. ÖPNV-Warnstreiks gibt es auch im Saarland, in Brandenburg, in Nordrhein-Westfalen und in Hamburg.

Verdi bestätigt Warnstreiks auch in München 

"Auch in München wird gestreikt", bestätigte Claudia Weber, Geschäftsführerin bei Verdi München, der AZ. Weitere Informationen der Gewerkschaft sollen folgen.

Die nächste Verhandlungsrunde steht am 23. März an, auch bei der dritten Verhandlungsrunde am 9. März konnten sich die kommunalen Arbeitgeber und die Gewerkschaft nicht auf einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten in Bayern einigen. Auch eine Schlichtung zwischen den Tarifparteien scheint mittlerweile möglich.

Dritter großflächiger Warnstreik am nächsten Donnerstag

Nachdem die Gespräche in der Vergangenheit zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern nicht zu einem Durchbruch geführt hatten, war es im bayerischen ÖPNV und damit auch in München immer wieder zu Warnstreiks gekommen.

Verdi hatte am 27. und 28. Februar sowie 11. und 2. Februar 2026 zu ganztägigen Warnstreiks im kommunalen ÖPNV aufgerufen. In München kam es dabei zu massiven Einschränkungen bei U-Bahn, Tram sowie den Buslinien der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).

In Nordrhein-Westfalen gibt es am Dienstag und Donnerstag Warnstreiks 

In Hessen entscheide sich im Laufe des Montags nach den aktuellen Verhandlungen, ob die Gewerkschaft dort ebenfalls zum Arbeitskampf aufruft, hieß es. In Bremen soll die Entscheidung am Mittwoch fallen. 

In NRW kommt es bereits am Dienstag zusätzlich zu Donnerstag in den meisten Regionen zu Warnstreiks im ÖPNV. Dazu hatte die Gewerkschaft bereits in der vergangenen Woche angerufen. Am heutigen Montag sollen in dem Bundesland zudem Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren die Arbeit niederlegen. Auch in Sachsen wird der Nahverkehr bereits am Montag bestreikt.

"In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang", teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, mit. "Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend Lösungen her." 

Dieses Mal treffen die Warnstreiks weniger Bundesländer als bei den vorigen Ausständen, bei denen teils über mehrere Tage hinweg der kommunale Nahverkehr nahezu bundesweit zum Erliegen kam. Wie zuletzt dürfte es regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben. 

Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen 

In den Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Verkehrsunternehmen geht es in den meisten Bundesländern um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. 

Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht während der nicht gestreikt werden darf.

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