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Zu großer Wirbel: Gymnasium Planegg sagt Schülerimpfaktion ab

An einem Gymnasium in Planegg sollten in dieser Woche die Schüler gespritzt werden – freiwillig. Die Gemeinschaftspraxis zog ihr Angebot aufgrund der öffentlichen Diskussion jetzt zurück.
| AZ/dpa
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Ein Fläschchen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wird gezeigt.
Ein Fläschchen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wird gezeigt. © Tobias Hase/dpa/Symbolbild

Planegg - Nach dem Wirbel um eine Impfaktion für Schüler am Gymnasium in Planegg ist der am Freitag geplante Termin nun abgesagt worden.

Die Gemeinschaftspraxis habe ihr Angebot zur Impfung der Jugendlichen aufgrund der öffentlichen Diskussion zurückgezogen, teilte das Gymnasium im Landkreis München am Dienstagabend mit. "Wir bedauern das, können aber die Entscheidung nachvollziehen", sagte Schulleiter Matthias Spohrer.

Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren sollten am Freitag die Möglichkeit erhalten, sich in der Schule mit dem Impfstoff der Firma Biontech immunisieren zu lassen.

Angesichts der Knappheit des Vakzins hatte dieses Vorhaben für Diskussionen gesorgt. Landrat Christoph Göbel (CSU) forderte, mehr Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität im Umgang mit Impfungen an den Tag zu legen.

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Auch wenn die Rechtslage ein Schlupfloch biete, sollten Mediziner den Impfstoff für diejenigen bereit halten, die ihn am nötigsten brauchen. Er könne niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft würden, während gleichzeitig viele vulnerable Personen immer noch auf der Warteliste stünden.

Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten regulär zugeteilt, alle priorisierten Patienten der Praxis aber bereits geimpft worden, erklärte Sporer. "So entstand in Absprache mit dem Landratsamt München und nach Wegfall der Priorisierung in Bayern der Vorschlag, die Jugendlichen ab 16 in unserer Schule zu impfen."

Schulleiter in Planegg hält Immunisierung der Jugendlichen für sinnvoll

Zuvor hatte die "SZ" darüber berichtet. Bayerns Hausärzte dürfen Patienten von morgen an unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen.

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Der Schulleiter hält die Immunisierung der Jugendlichen grundsätzlich für sinnvoll. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei dieser Altersgruppe liege um ein Vielfaches höher als bei Älteren. Außerdem schützten geimpfte Jugendliche ihre Kontaktpersonen in der Schule und in der Familie. Aus diesem Grund habe sich die Schulleitung zunächst entschieden, das Angebot anzunehmen und die Umsetzung vor Ort zu organisieren.

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