Quantentechnologie: Zwei Schecks für Münchner Forscher

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger investiert Millionen in Quantentechnologie.
| Paul Nöllke
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V.l: Claudia Eckert, Hubert Aiwanger und Florian Marquardt.
V.l: Claudia Eckert, Hubert Aiwanger und Florian Marquardt. © Matthias Balk/dpa

Garching - Wer zum Max-Planck-Institut für Quantenoptik nach Garching fährt, sieht Medaillen. Groß gedruckt leuchten sie golden auf den Schildern der Institute und erzählen von den Errungenschaften der Forscher: "Nobelpreis 2020" oder "Nobelpreis 2005" steht dort.

Damit München auch weiterhin ein Zentrum solch ausgezeichneter Technik und Forschung bleibt, hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gestern dem Max-Planck-Institut und dem Fraunhofer-Institut hier Fördergelder überreicht - zwei durchaus stolze Summen.

Der Freistaat fördert mit 52 Millionen Euro

"Es ist ein großer Tag für Bayern", verkündete Aiwanger in seiner Rede, bevor er knapp 28 Millionen Euro an das Fraunhofer-Institut und mehr als 24 Millionen Euro an das Max-Planck-Institut überreichte. Der Freistaat Bayern sei eines der forschungsstärksten Länder. "Hier ist das Geld also gut angelegt", erklärt der Wirtschaftsminister, "sonst würden sie es ja nicht bekommen!"

Das Geld soll in die Forschung von Quantentechnologie und in den Aufbau eines Forschungsnetzwerks fließen. Die Quantentechnologie ist ein vergleichsweise neues Gebiet der Ingenieurwissenschaften, in welchem es zum Beispiel um komplizierte Sensorik oder Simulationen geht.

Die Landeshauptstadt hat schon einen Namen

München hat sich mit der Forschung auf diesem Gebiet bereits einen Namen gemacht. Bekannt sind sogenannte Quantencomputer, die besonders schnell hoch komplizierte Rechnungen durchführen können.

Neue Erkenntnisse aus dem Forschungsgebiet sind so natürlich auch für die Industrie interessant - ein Aspekt, den Claudia Eckert vom Fraunhofer-Institut ausführt: "Wir wollen die Erkenntnisse aus der Forschung auch auf die Straße bringen."

Industrielle Fertigungen sollen kommen

So wolle das Institut nicht nur Prototypen bauen, sondern auch eine industrielle Fertigung für Quantentechnologie aufbauen. Das sei besonders für die Automobil-, Pharma- und Finanzbranche interessant.

Auch Florian Marquardt vom Max-Planck-Institut freute sich sehr über die große Fördersumme. Das Geld ginge vor allem in den Aufbau eines Netzwerks, sodass sich Forscher aus der Industrie, Universitäten und Forschung besser austauschen könnten.

München als idealer Ort für Innovationen

Das Geld ("Geld der Steuerzahler", wie Hubert Aiwanger pflichtbewusst einwarf, als ihm für die Investition gedankt wurde) soll helfen, München zu einem der führenden Zentren für die neue Technologie zu machen. Die Stadt sei mit ihren Universitäten, der Industrie und den Forschungseinrichtungen bereits jetzt der ideale Ort für Innovation, so Aiwanger.

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Die große Investition sei eine Chance für ganz Bayern, sagte Aiwanger, bevor er sich auf einen Rundgang durch das Institut begab. Und vielleicht führt das hohe Investment ja bald zu noch mehr goldene Medaillen im Münchner Norden.

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