Neuhauser Straße: Im alten Karstadt Sports wird nun geforscht

Das Max-Planck-Institut zieht mit 215 Mitarbeitern ein, wo bisher Sportartikel verkauft wurden.
| Nina Job
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40 Jahre lang ist das denkmalgeschützte Gebäude am Karlstor ein Kaufhaus gewesen. Dieses Kapitel ist nun Geschichte.
40 Jahre lang ist das denkmalgeschützte Gebäude am Karlstor ein Kaufhaus gewesen. Dieses Kapitel ist nun Geschichte. © Sigi Müller

München - Vor mehr als 14 Monaten hat das Kaufhaus Karstadt Sports am Karlstor dichtgemacht. Seitdem liegt das prachtvolle Gebäude in bester Innenstadtlage im Dornröschenschlaf. Aber: nicht mehr lange. Denn die Max-Planck-Gesellschaft hat sich nun einen Großteil der Gewerbefläche langfristig gesichert.

Wie die Euro Real, ein Unternehmen der Wilhelm von Finck Gruppe, und der Immobilienentwickler Accumulata am Dienstag mitteilten, wird die Forscherschmiede in dem Gebäude 9.600 Quadratmeter mieten. Das sind rund 66 Prozent der Gesamtfläche (14.600 Quadratmeter).

Institut für Innovation und Wettbewerb zieht in Fußgängerzone

Die Max-Planck-Gesellschaft ist Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation, seit der Gründung 1948 sind ihrer 22 Forscher und Forscherinnen mit Nobelpreisen ausgezeichnet worden.

Wie ein Sprecher der Max-Planck-Gesellschaft der AZ mitteilte, wird das Institut für Innovation und Wettbewerb in die Neuhauser Straße 20 ziehen: Es hat seinen Sitz momentan noch am Marstallplatz 1 plus zwei Außenstellen. Künftig sollen die insgesamt 215 Mitarbeiter unter einem Dach arbeiten können. Zudem sollen in der Neuhauser Straße 50 Bibliotheksarbeitsplätze entstehen, die auch von extern nutzbar sind.

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Gebäude 2023 bezugsfertig

Die Euro Real Estate will einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in den Innenausbau des Gebäudes stecken. Die noch freie Fläche soll an Einzelhändler und Gastronomen vermietet werden, zudem sollen weitere Büros entstehen. Im zweiten Halbjahr 2023 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Dass das große Gebäude nun nicht mehr als Kaufhaus genutzt wird, gilt Fachkundigen, die die Entwicklung in der Innenstadt genau beobachten, als Beleg für eine Trendwende. Wie die AZ berichtete, gelten riesige Flächen seit der Pandemie als deutlich schlechter vermietbar. Zuletzt waren die Preise in der Fußgängerzone um 20 bis 30 Prozent gesunken.

In der Alten Akademie, wenige Schritte vom Karlstor entfernt, wird sich noch ein Unternehmen niederlassen, das man nicht unbedingt in einer Fußgängerzone vermuten würde: der Pharmakonzern Novartis.

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