Germering: Freilaufender Hund reißt schwangeres Reh

Am Wochenende jagt ein Hund in Germering ein trächtiges Reh. Weil es schwer verletzt wird, muss die Polizei es erschießen.
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Ein Reh steht in einem Waldstück. Gerade zu Coronazeiten hat Wild weniger Ruhe-und Rückzugsmöglichkeiten.
Ein Reh steht in einem Waldstück. Gerade zu Coronazeiten hat Wild weniger Ruhe-und Rückzugsmöglichkeiten. © Patrick Pleul dpa

Germering - Ein wildernder Hund hat am Sonntag auf einem Waldweg am Stadtrand von Germering ein Reh gejagt und mehrmals gebissen.  Dabei ist es so schwer verletzt worden, dass die Polizei dem schwangeren Tier einen Gnadenschuss gegeben hat.

Eine Zeugin, die mit ihrer Familie auf dem Waldweg in der Nähe des Starnberger Weges spazieren war, hatte gegen 13.30 Uhr die Polizei verständigt und mitgeteilt, dass  ein freilaufender Mischlingshund ein Reh in den Wald gehetzt und anschließend mehrfach gebissen habe. Die Zeugin und ihre drei Familienmitglieder schrien solange, bis der Hund schließlich von dem Reh abließ. Er kam dann zunächst auf die Familie zu und rannte dann weg. 

Die Polizei gab dem Reh den Gnadenschuss

Die eingetroffene Polizeistreife konnte das schwer verletzte Reh im Wald auffinden und gab ihm sofort den Gnadenschuss, während eine zweite Streife auf das Zurückkommen des Hundebesitzers wartete. Dabei handelte es sich um ein Ehepaar aus Germering, das mit zwei nicht angeleinten großen Mischlings-Hunden unterwegs war. Beide Eheleute wurden als Betroffene einer Ordnungswidrigkeit belehrt,  wonach es verboten ist, Hunde in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen.

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Die Besitzer wirkten laut Polizei betroffen

Die beiden gaben an, gar keine Leinen dabei zu haben. Beide waren laut Polizei sichtlich überrascht und betroffen über das Verhalten ihres wildernden Hundes. Der zuständige Jagdpächter stellte kurze Zeit später fest, dass das Reh tragend mit zwei Rehkitzen gewesen war. 

Die Germeringer Polizei wies darauf hin, dass es gerade in der Frühlingszeit unverantwortlich sei, Hunde im Wald unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen, zumal das Wild aufgrund der in Coronazeiten vielfältigen und wesentlich stärker ausgeprägten Freizeitaktivitäten der Bevölkerung immer schwerer Ruhe-und Rückzugsmöglichkeiten finde. 

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