Gefahrgut-Lkw sorgt für Stink-Alarm in Aying

Am Freitagmorgen ist es auf einem Parkplatz in Aying zu einem übel riechenden Einsatz für die Feuerwehr gekommen.
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Der Gefahrgut-Tankzug war für den weiträumigen Gasgeruch verantwortlich.
Der Gefahrgut-Tankzug war für den weiträumigen Gasgeruch verantwortlich. © Thomas Gaulke

Aying - Gegen 4 Uhr morgens ist die Freiwillige Feuerwehr Hofolding ausgerückt, nachdem sie auf einen starken Gasgeruch aufmerksam gemacht worden ist. Dabei haben sie mehrere Lastwagen im Bereich des Parkplatz Aying an der A8 kontrolliert.

Lkw hatte stinkendes Odorierungsmittel geladen

Dort fanden die Einsatzkräfte auch den Übeltäter: Ein Gefahrgut-Transport aus den Niederlanden konnte als Verursacher identifiziert werden. Der Lkw hatte Odorierungsmittel für Gasnetze geladen. Dabei handelt es sich um einen übel riechenden Sicherheits-Zusatz, der häufig Gasen ohne signifikanten Eigengeruch beigemischt wird und so als Warn- oder Alarmsignal dient. Der Sattelzug hatte seine 30.000 Liter Tankinhalt in Italien entleert und war nun ungereinigt auf dem Rückweg. Der Fahrer legte auf dem Parkplatz seine gesetzlich verordnete Ruhepause ein.

Gegen 8 Uhr, noch während der Klärung des Sachverhalts, meldeten auch die Feuerwehren Sauerlach und Brunnthal, dass in ihren Gemeindebereichen starker Gasgeruch wahrnehmbar sei. Daraufhin wurden entsprechende Messungen auf etwaige explosive Gemische unternommen, diese verliefen negativ. Es wird davon ausgegangen, dass der kalte Ostwind den Gestank von der Autobahn bis in die sechs bis sieben Kilometer entfernten Gemeinden getragen hat. 

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Seit dem Vormittag versuchte der Gefahrgut-Überwachungstrupp der Polizei eine Spezialfirma zu finden, die die Chemikalie neutralisieren und entsorgen kann. Erst viele Stunden später konnte eine Entsorgungsfirma beauftragt werden, die das restliche Odorierungsmittel direkt an der Einsatzstelle verdünnen und abpumpen wird. Gegen 15.30 Uhr, fast 12 Stunden nach Beginn, konnte der Einsatz abgeschlossen und der Parkplatz im Anschluss wieder freigegeben werden.

Nachdem keine Undichtigkeit an den Armaturen festgestellt werden konnte, durfte der Sattelzug seine Fahrt fortsetzen, muss Tank und Armaturen aber wohl auf polizeiliche Anweisung zuhause überprüfen lassen. Es wird davon ausgegangen, dass beim Entleeren eine geringe Menge (unter einem Liter) daneben gegangen war. Angeblich genügt bei diesem Odorierungsmittel ein Schnapsglas, um den typischen Gasgeruch in weitem Umkreis zu verbreiten. Für diese Fälle hatte der Fahrer selbst einen 10 Liter-Kanister mit flüssigem Duftmittel im Fahrzeug, das allerdings bei der herrschenden Kälte eingefroren war.

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