Corona-Notbremse: Starnberg ist schon wieder dicht

Weil der Inzidenzwert zu hoch ist, gelten jetzt erneut strengere Regeln. Was das für Ausflügler bedeutet - und wie es andernorts aussieht.
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Wassersportler gestern am Starnberger See. Jetzt gelten teils wieder strengere Kontaktregeln.
Wassersportler gestern am Starnberger See. Jetzt gelten teils wieder strengere Kontaktregeln. © picture alliance/dpa

Starnberg - Raus aus dem Lockdown, rein in den Lockdown: Wegen der am Samstag auf über 100 angestiegenen Sieben-Tage-Inzidenz hat der Landkreis Starnberg die Notbremse gezogen: Ab heute gelten verschärfte Corona-Regeln. Laut Robert-Koch-Institut lag der Wert gestern bei 126,6.

Starnberg: Ausgangsbeschränkung und Alkoholverbot

Die Regeln gelten nicht nur für Einheimische - auch Ausflügler müssen sich daran halten. Etwa an die nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr sowie strengere Kontaktbeschränkungen (Mitglieder eines Haushalts dürfen nur noch eine andere Person treffen, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt).

Das Landratsamt hat zudem das Alkoholkonsumverbot an den Seepromenaden und stark frequentierten Plätzen bis zum 20. April verlängert, wie die Kreisbehörde der AZ bestätigte.

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Das heißt, in Gebieten wie beispielsweise der Gilchinger Fußgängerzone oder der Bergstraße am Kloster Andechs sowie an den Seepromenaden etwa in Starnberg, Herrsching oder Stegen dürfen die Menschen zwar Alkohol in der Hand halten, ihn aber nicht trinken.

Auch die Stege an den Seen bleiben gesperrt. Doch auch außerhalb des Landkreises Starnberg gilt teils ein Verbot für Alkoholkonsum, selbst wenn die 100er-Schwelle bei der Sieben-Tage-Inzidenz noch gar nicht gerissen wurde.

So beispielsweise im Landkreis Landsberg am Lech (gestrige Sieben-Tage-Inzidenz: 82,3): "Wir haben an mehreren Stellen ein Alkoholkonsumverbot. Etwa an den Seeanlagen in Dießen, Utting oder Schondorf am Ammersee", sagte der Sprecher des Landratsamts, Wolfgang Müller, der AZ.

Ostufer des Starnberger Sees: Inzidenz noch unter 100

Etwas lockerer geht es noch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zu (Sieben-Tage-Inzidenz: 86,8): In Ambach (Gemeinde Münsing) etwa, am Ostufer des Starnberger Sees, gibt es derzeit noch kein Alkoholverbot.

Jedoch ist der Dampfersteg gesperrt, sagte Sprecherin Sabine Schmid der AZ. Grund sind Besucher, die gerade an warmen Tagen oft zu wenig Abstand halten. Dabei gäbe es im Landkreis noch viele weitere Ziele, auf die sich Ausflügler verteilen könnten, wie etwa die Klosteranlagen Beuerberg und Benediktbeuern oder Kochelsee und Walchensee.

Einzelhandel und Museen oder Kinos sind geschlossen

Wie im Landkreis Starnberg gelten auch im Kreis Weilheim-Schongau, zu dem Bernried und Seeshaupt am Starnberger See zählen, schon die strengeren Corona-Regeln. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Dienstag bereits 136,6, die 100er-Marke war am vergangenen Freitag geknackt worden.

Neben den verschärften Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen müssen auch hier Einzelhandel und Museen oder Kinos geschlossen bleiben, nur die Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen weiter offen bleiben. Zulässig bleibt außerdem die Abholung vorbestellter Waren (Click & Collect).

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