Personen im Gleis: Mehrere Bahnsperrungen am Wochenende

Mehrere Vorfälle mit Personen auf Bahnstrecken sorgen am Wochenende für teils erhebliche Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs. Drei Helikopter sind im Einsatz, doch nicht alle "Gleisspaziergänger" können gefunden werden.
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Gleich mehrere Personen spazierten am Wochenende auf den Schienen - unter Lebensgefahr. Es kam zu Vollbremsungen und erheblichen Zugverzögerungen. (Symbolbild)
Gleich mehrere Personen spazierten am Wochenende auf den Schienen - unter Lebensgefahr. Es kam zu Vollbremsungen und erheblichen Zugverzögerungen. (Symbolbild) © AZ/Gregor Feindt

München - Kinder im Gleis, mutmaßliche Verdächtige auf der Flucht: Dass es am Samstag im Münchner Stadtgebiet zu mehreren Gleissperrungen und damit verbundenen Verzögerungen für die Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel kam, hat triftige Gründe, wie die Bundespolizeidirektion München am Sonntag mittelt.

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So musste die Bahnstrecke zwischen Untermenzing und Allach am Freitag gegen 13:15 Uhr für eine knappe halbe Stunde gesperrt werden, nachdem eine unbekannte Person im Gleis gemeldet worden war. Eine anschließende Suche blieb ohne Erfolg. 

Nur wenige Stunden später, gegen 16:45 Uhr, wurden auf der Braunauer Eisenbahnbrücke drei Kinder gesehen. Der aus Kufstein kommende Meridian musste eine Schnellbremsung einleiten. Die Passagiere im Zug kamen mit dem Schrecken davon, niemand wurde verletzt. Die Strecke zwischen Haupt- und Ostbahnhof war für rund 20 Minuten gesperrt. Hier konnten die jungen Verursacher noch direkt auf der Brücke aufgegriffen werden: Die Kinder im Alter von elf, zwölf und 14 Jahren wurden ihren Eltern übergeben. Sie werden die Beamten zeitnah wiedersehen: bei einem Präventionsgespräch durch die Bundespolizeiinspektion München.

Zwei Personen mit einer großen Geldmenge aufgegriffen

Rund eine Stunde später, um kurz vor 18 Uhr, waren dann zwei Personen zwischen Trudering und Haar im Gleisbett unterwegs. Auch hier musste eine Schnellbremsung eingeleitet werden, um eine mögliche Kollision mit einem rund 100 km/h schnellen Güterzug zu vermeiden. Die Strecke wurde für die Suche eine Dreiviertelstunde gesperrt. Schließlich nahmen Beamte der Bayerischen Landespolizei zwei flüchtende 18-Jährige fest. Bei den beiden aus Berg am Laim und aus Trudering stammenden Jugendlichen wurde eine größere Bargeldsumme gefunden. Die Herkunft des Geldes: unbekannt. Und so wurde am Abend der Bahnbereich nochmals für rund 20 Minuten gesperrt - um nach Gegenständen zu suchen, die die beiden unterwegs weggeworfen haben könnten. 

Bei allen Vorfällen waren Helikopter der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim beteiligt. Durch die Gleissperrungen kam es zu erheblichen Verspätungen im Zug- und S-Bahnverkehr auf den gesperrten Strecken.

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