Überraschender Abschied: Stadt-Ministerin schmeißt hin - was im Rathaus getuschelt wird
München muss nach einer neuen Klimareferentin suchen. Christine Kugler (parteilos), die das Referat seit seiner Gründung im Jahr 2021 leitet, gibt ihr Amt zum 31. Oktober ab. Regulär wäre ihre Amtszeit noch bis Januar 2027 gelaufen. So teilt es die Stadt am Montagnachmittag mit. Einst war sie von den Grünen für den Posten vorgeschlagen worden.
"Christine Kugler hat mit großem persönlichen Einsatz ein neues Referat aufgebaut und zentrale Zukunftsthemen dauerhaft in den Entscheidungsprozessen der Stadt verankert", lässt sich OB Dominik Krause (Grüne) in dieser Mitteilung zitieren.
Und von Kugler heißt es darin, dass sie sich mit dem Oberbürgermeister darauf verständigt habe, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für neue persönliche Herausforderungen sei. Kugler hat laut der Grünen einen neuen Job in Aussicht.
Die Nachfolge an der Spitze des RKU soll per Ausschreibung ermittelt werden, schreibt die Stadt. "Eine entsprechende Beschlussvorlage wird am 30. September in die Vollversammlung des Stadtrats eingebracht." Das Vorschlagsrecht für das Referat haben die Grünen.
SPD und FDP wurden von der Nachricht überrascht
Selbst die SPD-Fraktionschefin Anne Hübner und der FDP-Chef Jörg Hoffmann wurden von der Nachricht überrascht. Sie sagen, dass sie selbst erst an diesem Montag davon erfahren haben, dass Kugler nicht mehr antreten will. Aus der Opposition wiederum hört die AZ Unterschiedliches: dass Kugler den Job nicht ganz freiwillig abgibt, sondern eher dazu gedrängt worden sei. Aber auch, dass es auf den Rathaus-Fluren heißt, dass Kugler sich tatsächlich neuen Herausforderungen widmen wolle – und dass die Grünen sie freilich wiedergewählt hätten.
Und zumindest in den offiziellen Mitteilungen kommt von den Grünen viel Lob: "Dass wir beim Klima- und Umweltschutz vielen deutschen Kommunen ein Vorbild sind, haben wir auch dem Engagement von Christine Kugler zu verdanken", heißt es von Fraktionschefin Clara Nitsche.
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