Tierpark Hellabrunn zieht Corona-Bilanz: Weniger Besucher, mehr Nachwuchs

Das Corona-Jahr 2020 war kein einfaches für den Tierpark Hellabrunn, an über 100 Tagen war der Zoo für Besucher geschlossen. Dennoch gibt es auch Erfreuliches: So kamen im vergangenen Jahr deutlich mehr Tiere in Hellabrunn zur Welt, als in den Jahren zuvor.
| AZ/dpa
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Derzeit eines der Highlights in Hellabrunn: Elefant Otto.
Derzeit eines der Highlights in Hellabrunn: Elefant Otto. © Tierpark Hellabrunn / Navin Adami

München - Im Corona-Jahr 2020 sind im Tierpark Hellabrunn mehr Tiere auf die Welt gekommen, als in den Jahren zuvor. Nachwuchs habe es unter anderem bei den Roten Pandas, den Kunekune-Schweinen und den Schwarzstörchen gegeben, teilte der Zoo am Mittwoch bei der Vorlage seines Geschäftsberichts mit.

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Insgesamt kamen demnach 420 Tiere zur Welt, elf mehr als im Jahr zuvor. Höhepunkt sei die Geburt des Elefantenbullen Otto am 11. November gewesen, der sich seitdem prächtig entwickle. Er bringe mittlerweile satte 430 Kilogramm auf die Waage, sagte Tierparkdirektor Rasem Baban. "Das war für uns alle ein sehr motivierender und erfreulicher Moment in einem nicht einfachen Jahr", so Baban.

Tierpark-Chef Rasem Baban.
Tierpark-Chef Rasem Baban. © Stephan Jansen/dpa

Hellabrunn war 2020 an 116 Tagen geschlossen

Weniger schön waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie, war der Zoo doch an 116 Tagen geschlossen. Laut Geschäftsbericht kamen 2020 im Vergleich zum Vorjahr 72,42 Prozent weniger Besucher in den Tierpark. In konkreten Zahlen bedeutet das: Während vergangenes Jahr nur rund 750.000 Besucher kamen, waren es 2019 mehr als 2,7 Millionen gewesen. Wichtige Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Pachteinnahmen bei den Gastronomiebetrieben fielen deshalb weg. Mit Hilfe eines Rettungspakets der Stadt München sei die Zukunft aber gesichert worden, erklärte Baban.

Trotz der Schließungen lief der Betrieb weiter – vor allem mehrere Tausend Tiere mussten versorgt werden. Dem Geschäftsbericht zufolge erhielten sie 2020 rund 635 Tonnen Futter, darunter Heu, Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Stroh.

Mehr als 3.000 Zootiere mussten zum Arzt – etwa weil sie geröntgt oder geimpft wurden oder weil sie krank oder verletzt waren. Einige Tiere starben, darunter das Orang-Utan-Weibchen Matra. Sie sei mit 44 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben.

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Auch Bürgermeistern Verena Dietl zieht nach ihrer ersten Hauptversammlung als Vorsitzende des Aufsichtsrats Bilanz: "Der Tierpark Hellabrunn gehört zu München wie der Marienplatz oder die Frauenkirche. Deshalb war und ist es mir ein besonderes Anliegen, dafür zu sorgen, dass die Zukunft Hellabrunns trotz der corona-bedingten Schwierigkeiten ohne jeden Zweifel gesichert ist."


Den gesamten Geschäftsbericht gibt es hier kostenlos zum Download.

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