Streit um Kulturstrand: Urbanauten reichen Klage ein

Der Streit um den Kulturstrand wird fortgesetzt, ab sofort allerdings vor Gericht. Die Urbanauten klagen gegen das KVR – nach "ergebnislosen Gesprächen" beantragen sie nun "einstweiligen Rechtsschutz". Die Veranstaltung steht vollends auf der Kippe.
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München - Nachdem die Urbauten, die Erfinder des Kulturstrandes, in diesem Jahr nicht den Zuschlag für die beliebte Isarsause erhalten haben und es danach auch zu keinen Lösungen gekommen ist, reichen sie nun Klage ein. Der Fall landet vor Gericht.

Ziel des beantragten "einstweiligen Rechtsschutzes" soll es sein, dass die Urbanauten doch noch den Zuschlag für den Kulturstrand erhalten. Am Mittwoch war auch von einem Kompromiss die Rede: Eine Verbindung des Urbanuten-Kulturstrandes mit möglichen Events von anderen Veranstaltern an der Isar. Voraussetzung ist jedoch, dass sie den Platz am Vater-Rhein-Brunnen behalten dürfen.

"Konstruktive, aber ergebnislose Gespräche" mit dem KVR

Die Gespräche mit dem KVR waren für die Urbanauten zwar "konstruktiv, aber ergebnislos", weswegen sie sich gezwungen sehen, nun vor Gericht zu ziehen.

Im Streit um die Ausrichtung des Events hat das KVR am Wochenende nun Akteneinsicht gewährt. Für die Urbanauten ist es beim Vergabeverfahren zu "erheblichen Fehlern" gekommen, die sich zu ihren Ungunsten ausgewirkt haben sollen. Urbanuten-Chef Benjamin David ist trotz allem jedoch siegessicher. "Das Ergebnis ist aus Sicht der Urbanauten falsch und wird aus ihrer Sicht keiner Überprüfung durch die Gerichte standhalten", teilte er am Mittwoch mit.

Lesen Sie hier: Kulturstrand - Gemauschel bei der Vergabe?

Die Verantwortlichen der Urbanauten, Ulrike Bührlen und Benjamin David, werden für ihren "öffentlichen Raum für Alle an der Isar kämpfen": "Dazu haben uns auch die hunderten Unterstützungsanrufe, Mails und SMS in den letzten Tage ermutigt. Dies schulden wir unseren Mitarbeitern, Künstlern, Kulturpartnern und den vielen 100.000 BesucherInnen der letzten Sommer. Alles andere wäre ein großer Schaden für die Stadt, die Isar und auch die AnwohnerInnen.“

Nun hängt es also vom Verwaltungsgericht ab, ob dieses Jahr überhaupt ein Kulturstrand stattfinden kann. Nicht ausgeschlossen, dass das Gericht auch der Urban League den Aufbau untersagt, solange das Verfahren noch in der Schwebe ist. "Wir hoffen aber natürlich, dass die Veranstaltung nicht komplett ausfallen muss", sagt KVR-Sprecherin Daniela Schlegel.

Vor rund einer Woche hat das KVR bekanntgegeben, dass der Kulturstrand-Zuschlag dieses Jahr nicht an die Urbanauten geht. Ausrichter in diesem Jahr soll demnach die "Urban League GmbH" sein.

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