Wem gehört der Durchgang am Hauptbahnhof? Stadt rätselt

Eine unterirdische Passage im Sperrengeschoss am Hauptbahnhof muss saniert werden, damit die Tram wieder fahren kann. Doch keiner weiß, wem sie gehört.
| Myriam Siegert
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Der Durchgang ins Kaufhaus: Die Eigentumsfrage ist unklar und "einigermaßen komplex".
Der Durchgang ins Kaufhaus: Die Eigentumsfrage ist unklar und "einigermaßen komplex". © my

München - Das Zwischengeschoss am Hauptbahnhof ist für viele Münchner ein Labyrinth. Hier gibt es so einige Abzweigungen und Durchgänge, die nicht jedem geläufig sind. Und bei manchen weiß man noch nicht einmal, wem sie gehören.

Bekanntermaßen werden am Bahnhofsplatz die Tramgleise saniert. Die Arbeiten gehen gut voran. Ende November gab die MVG bekannt, dass erste Linien wieder auf ihrem regulären Weg verkehren können. Allerdings: Die Tramstrecke zwischen Hauptbahnhof und Stachus durch die Prielmayerstraße sei noch nicht wieder befahrbar.

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Wem gehört der Durchgang am Bahnhof?

Der Grund: ein Bauwerkschaden an einer unter der Tramtrasse liegenden Passage, heißt es in einer Mitteilung der MVG. Das Problem: "Diese Unterführung befindet sich nicht in Eigentum und Verantwortung von SWM und MVG."

Die MVG erklärt auf AZ-Anfrage: Konkret gehe es hier um zwei Durchgänge im ersten Untergeschoss an der Ecke Bahnhofsplatz und Prielmayerstraße. Einer führt aus dem S-Bahn-Teil des Untergeschosses durch einen Zeitschriftenladen und ist zur Zeit gesperrt. Einer kommt aus dem U-Bahn-Teil. Beide enden in der Delikatessenabteilung vom Karstadt am Bahnhofsplatz.

Der Schaden betreffe die Eindeckung, also das Dach über beiden Durchgängen. Dort habe man im Zuge der Gleiserneuerung Korrosion an der Bauwerksbewehrung festgestellt. Außerdem sei das Betongefüge teilweise aufgelockert. "

Aus dem Zwischengeschoss der S-Bahn führt dieser Durchgang.
Aus dem Zwischengeschoss der S-Bahn führt dieser Durchgang. © my

Bevor der Straßenbahnbetrieb wieder aufgenommen werden kann, muss der Schaden ,darunter' behoben werden", sagt MVG-Sprecher Matthias Korte.

Die MVG sagt: "Die Verhältnisse sind komplex"

Das ist aber gar nicht so einfach, denn: "Zur Frage, wer für das Bauwerk genau zuständig ist, recherchieren wir gerade in alle Richtungen", so Korte. "Die Verhältnisse scheinen einigermaßen komplex zu sein."

Genauere Angaben könne man liefern, sobald abschließend feststehe, wer die erforderliche Sanierung übernehmen müsse. "Wir wollen eine schnelle Lösung, damit die Tram bald wieder fahren kann."  Die Trambahnen sparen den Abschnitt in der Zwischenzeit aus. Sie starten und enden am Hauptbahnhof und Stachus oder weichen über die Bayerstraße aus.

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