Vollgelaufene Keller: Rathaus will Stadt in die Pflicht nehmen

In einem inter-fraktionellen Antrag fordern mehrere Rathaus-Fraktionen, dass die Stadt 50 Prozent der Abpump-Kosten übernehmen soll.
| Lukas Schauer
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SPD-Stadtrat Lars Mentrup besichtigt mit Anwohnerin Andrea Kropf ihren vollgelaufenen Keller.
SPD/Volt-Stadtratsfraktion SPD-Stadtrat Lars Mentrup besichtigt mit Anwohnerin Andrea Kropf ihren vollgelaufenen Keller.

München - Dieser Tage wäre vermutlich jeder froh über ein kostenloses Bad im Keller, für die mehr als 50 Gebäude in der Genter- und Osterwaldstraße ist der Wassereinbruch in Keller und Tiefgaragen allerdings nur noch ärgerlich.

Mittlerweile hat das Thema auch das Rathaus erreicht, nun fordern SPD/Volt, Grüne und die FDP/Bayernpartei sogar in einem inter-fraktionellen Antrag eine außerplanmäßige und dringliche Behandlung des Vorfalls im Feriensenat des Stadtrates.

Mehrere Stadtratsmitglieder hatten sich zuvor vor Ort ein Bild vom Grundwasseranstieg gemacht. Lars Mentrup, SPD-Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender des Bezirksausschusses Schwabing-Freimann, sagt: "Trockener Sommer? Das gilt nicht in der Genter Straße. Wir wollen, dass die Menschen ihre Keller wieder betreten können, ohne dabei nass zu werden. Eine schnelle und unbürokratische Hilfe steht für uns an erster Stelle."

Stadtrat Fritz Roth (FDP) ergänzt: "Das Wichtigste ist jetzt eine schnelle Hilfe, damit die überschwemmten Keller und Tiefgaragen trockengelegt werden können und kein bleibender Schaden an den Häusern entsteht. Danach kann in Ruhe und mit professioneller Qualität Ursachenforschung betrieben werden."

Stadt soll Grundwasser abpumpen

Die Stadträte fordern, dass das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr das Wasser abpumpen sollen. "Bis zur Klärung der Ursachen werden die Kosten zur kurzfristigen Grundwasserabsenkung 50:50 zwischen der Stadt und den Eigentümern geteilt", heißt es zudem in dem Antrag. Sobald geklärt ist, wer für den Wassereinbruch verantwortlich ist, soll dann "eine faire Kostenaufteilung nach Verursacherprinzip betrieben" werden.

Wie genau es zu dem Anstieg des Grundwassers kam und kommt und wie das in Zukunft verhindert werden kann, soll mit einem Gutachten geklärt werden.

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