Studenten posieren nackt mit Papieraxt am Rangierbahnhof: Jetzt ermittelt die Polizei

Für eine Kunstaktion ziehen zwei Studenten am Rangierbahnhof blank, machen Fotos mit einer Papier-Streitaxt und werden von der Bundespolizei erwischt. Nun könnte beiden eine Anzeige drohen.
| Ralph Hub
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Am Rangierbahnhof haben zwei Studenten für ein kurioses Kunstprojekt Fotos gemacht und wurden von der Polizei erwischt. (Archivbild)
Am Rangierbahnhof haben zwei Studenten für ein kurioses Kunstprojekt Fotos gemacht und wurden von der Polizei erwischt. (Archivbild) © dpa/Sven Hoppe

München - Für ihre sehr spezielle Kunstaktion haben zwei Studenten aus München am späten Sonntagnachmittag mehr als nur kalte Füße und einen Schnupfen riskiert. Sie schlichen in der Dämmerung zwischen den Gleisen des Rangierbahnhof München-Nord herum. Ein lebensgefährlicher Plan, wie die Bundespolizei betont.

Männer mit Papieraxt lösen Polizeieinsatz aus

Die beiden Studenten waren zu dem Bahngelände geradelt und hatten sich dort dann komplett ausgezogen. Neben ihrer Fotoausrüstung hatten sie eine Streitaxt aus Papier bei sich. Mit der Axt in der Hand posierte der eine splitternackt vor abgestellten Güterwaggons, während der andere ebenfalls nackt die Aufnahmen schoss. Eine Streife der Bundespolizei beobachtete die beiden Männer auf dem Bahngelände. Im ersten Moment dachten die Beamten, es handle sich um Graffiti-Sprayer. Jedenfalls machte es aus der Ferne den Eindruck. Erst als die Polizisten näher kamen, erkannten sie, dass sie es mit zwei nackten Männern zu tun hatten, die auch keine Sprühdosen dabei hatten, sondern lediglich eine Papierstreitaxt.

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Gefährliche FKK-Aktion 

Die beiden Studenten erklärten den Polizisten die Hintergründe für ihren FKK-Auftritt bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Dass es sich um eine Kunstaktion handle und sie deshalb nackt seien. Allerdings hatten die beiden Nachwuchskünstler vergessen, sich eine Genehmigung der Bahn für ihr Projekt vorab zu besorgen.

Münchner Polizei warnt vor Fotosessions am Bahnhof

Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor derartigen Aktionen. Sprecher Wolfgang Hauner: "Ob für ein Kunstobjekt oder für Selfies, stets herrscht akute Lebensgefahr! Insbesondere in allen Bereichen von Rangier-, Güter- und Containerbahnhöfen. Dort findet meist personenloser Rangierbetrieb statt."

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