Streit um Truderinger Kurve: "So wird keine Akzeptanz geschaffen!"

Neue Zahlen zu den Planungen für die Truderinger Kurve sorgen für Zwist. Die SPD ist sauer.
| Gaby Mühlthaler
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Anwohner, die entlang der Schienenstränge leben, sehen ihre Lebensqualität gefährdet. Sie schlagen für den geplanten Ausbau der Deutschen Bahn eine Alternativroute vor.(Symbolbild)
Anwohner, die entlang der Schienenstränge leben, sehen ihre Lebensqualität gefährdet. Sie schlagen für den geplanten Ausbau der Deutschen Bahn eine Alternativroute vor.(Symbolbild) © Archiv/Gaby Mühlthaler

Trudering - Wie viele Züge werden durch den dicht besiedelten Münchner Osten brausen, wenn der Brenner-Basistunnel eröffnet und die Transeuropäische Gütermagistrale in Betrieb ist? Für die Menschen, die an der Strecke wohnen, ist das wichtig. Die Prognosezahlen für die Zeit nach Ausbau von Daglfinger und Truderinger Kurve aber variieren je nach Planungsgrundlage stark.

Der SPD-Landtagsabgeordnete des Münchner Ostens, Markus Rinderspacher, hat deshalb bei Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) nachgefragt. Deren Antwort bestätigt nun, was die Bürgerinitiative für eine Streckenführung abseits der Wohnbebauung seit Langem moniert: Während im Inntal die Zahlen aus internationalen Verträgen und Abstimmungen innerhalb der EU zugrunde gelegt werden, dienen auf dem Trassenabschnitt zwischen Rosenheim und München lediglich die Zahlen aus dem Bundesverkehrswegeplan als Basis. Die Differenz: 100 zusätzliche Züge am Tag im Münchner Osten.

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Planung im Münchner Osten nur bis 2030

Im Inntal plant die DB Netz AG mit Zahlen für den Zeitraum mehrerer Generationen, im Münchner Osten hingegen gerade mal bis 2030. Für Rinderspacher nicht nachvollziehbar: "Wo ist denn das große Loch, in dem ab Rosenheim die Züge verschwinden, um dann irgendwo in München wieder aufzutauchen?"

Immerhin ist die Anzahl der Züge, die mit 100 Stundenkilometern durch die Wohnsiedlungen brausen werden, für die DB Grundlage des notwendigen Lärm- und Emissionsschutzes. Weniger Züge bedeuten demnach auch weniger Lärmschutzbauten. "So wird keine Akzeptanz für eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene geschaffen", schimpft Rinderspacher. Er fordert, die Anlieger "auf Augenhöhe" in die weiteren Planungen einzubeziehen.

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