Stadt stellt Pläne vor: Wie das Tal autofrei werden soll

Bis die Altstadt zur Fußgängerzone wird, dauert es noch lange. Doch das Tal soll schon jetzt schöner werden. Erste Pläne stellte die Stadt nun vor.
| Christina Hertel
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Autoparkplätze weg am Fahrbahnrand, dafür könnten an der Stelle dann alle Fahrräder parken, die aktuell noch oft mitten auf dem Gehsteig herumstehen. Und Flaneure hätten Platz zum Schlendern und Sitzen. Simulation: LHM Baureferat
Autoparkplätze weg am Fahrbahnrand, dafür könnten an der Stelle dann alle Fahrräder parken, die aktuell noch oft mitten auf dem Gehsteig herumstehen. Und Flaneure hätten Platz zum Schlendern und Sitzen. Simulation: LHM Baureferat © Visualisierung: Baureferat

Altstadt - Die ganze Münchner Altstadt soll eines Tages zur Fußgängerzone werden. Doch bis es so weit ist, kann es noch Jahre dauern. In einem ersten Schritt sollen die Autos raus dem Tal - zumindest fast.

Denn zwar hat der Stadtrat schon Ende 2020 beschlossen, dass im Tal schon jetzt Parkplätze entfallen sollen. Doch einen richtigen Umbau zur Fußgängerzone kann es frühestens 2028 geben, wenn die Bauarbeiten für die Zweite Stammstrecke am Marienhof fertig sind. So lange brauchen die Bauarbeiter das Tal als Anfahrt.

Mehr Platz für Freischankflächen

Doch schon vorher will die Stadt den 350 Meter langen Straßenzug in der Altstadt für Fußgänger attraktiver machen. Dafür sollen Parkplätze entfallen und Freischankflächen mehr Platz bekommen. Auch Sitzgelegenheiten, wo sich Passanten niederlassen können, ohne etwas konsumieren zu müssen, will die Stadt aufstellen.

Drei verschiedene Varianten, wie diese Ideen umgesetzt werden könnten, arbeitete die Stadt inzwischen aus. Die Ideen stellte Tobias Steurer aus dem neuen Mobilitätsreferat nun bei einer Online-Veranstaltung vor. Das Interesse war groß - 150 Menschen wollten hören, wie das Tal schöner werden soll.

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Drei Planungsvarianten um den Lieferverkehr

Die erste Variante, die Steurer "zusammenhängende Flächen" nannte, hätte wohl vor allem für Händler und Gewerbetreibende Nachteile. Denn Parkplätze für den Lieferverkehr sollen nach diesen Plänen gebündelt werden. Allerdings liegen sie dann nicht mehr für jedes Geschäft optimal. Dafür wäre mehr Platz für große Bereiche, auf denen Freischankflächen oder Sitzgelegenheiten entstehen könnten.

In der zweiten Planungsidee wäre das umgekehrt: Lieferzonen würden möglichst gleichmäßig über das Tal verteilt und den Geschäften zugeteilt. Für die Umgestaltung des Tals wäre dann nicht so viel Platz. In beiden Varianten sollen die Plätze für die Taxis und Sightseeingbusse erhalten bleiben. Am Taxistand könnte eine Mobilitätsstation zum Beispiel mit Behindertenparkplätzen, Elektro-Rollern und Fahrradständern geschaffen werden.

Die dritte Planungsidee des Mobilitätsreferats kommt einer Fußgängerzone, die sich bis Radlsteg/Hochbrückenstraße ziehen würde, wohl am nächsten. Denn dabei würden Taxistandplätze sowie die Haltestelle für den Sightseeingbus Richtung Isartor in die Mitte des Tals verlegt werden. Die MVG-Bushaltestelle, zwei Lieferzonen und Behindertenstellplätze würden dagegen im "inneren Tal" erhalten bleiben, eine Mobilitätsstation würde ergänzt werden.

Taxistände und Sightseeing-Busse sollen bleiben

Grundsätzlich sollen Taxistandplätze erhalten bleiben. Auch die Sightseeing-Busse werden auch die nächsten Jahre im Tal stehen. Denn die Unternehmen haben für die Plätze dort Konzessionen.

Auch einen Ausblick, wie das Tal eines Tages, vielleicht gegen Ende dieses Jahrzehnts, aussehen könnte, gab Tobias Steuer aus dem Mobilitätsreferat. Wo heute Autos parken, könnte dann ein Wasserbassin sein, Stühle stehen und Bäume wachsen.

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