Reiters Plan zum Radlabstellchaos am S-Bahnhof Trudering

Am S-Bahnhalt Trudering wird kreuz und quer mit dem Rad geparkt. Oberbürgermeister Dieter Reiter will das ändern – und ein neues Verkehrsreferat.
| Gaby Mühlthaler
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So viele Radl auf einem Haufen: Oberbürgermeister Dieter Reiter will Ordnung schaffen.
Gaby Mühlthaler So viele Radl auf einem Haufen: Oberbürgermeister Dieter Reiter will Ordnung schaffen.

Trudering - Vor Ort kennt man es gut, das Radlchaos am Truderinger Bahnhof. Weil viele zu diesem wichtigen S- und U-Bahn-Halt radeln, reichen die Stellplätze für Drahtesel nicht aus. So werden die Räder auf den Gehsteigen geparkt, Fußgänger müssen auf dem Weg von einer der fünf Buslinien zur U- und S-Bahn oder umgekehrt den stark frequentierten Radweg nutzen. Brenzlige Begegnungen sind an der Tagesordnung.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich am Montag "das im Viertel beklagte Chaos am Bahnhof" angeschaut. Das sah im Gegensatz zu wärmeren Zeiten aber eher wohlgeordnet aus.

Reiters Lösungsvorschlag: Ein Fahrradparkplatz

Für Dieter Reiter gäbe es eine schnelle und sinnvolle Lösung – würde denn die Bahn mitspielen. Der gehören nämlich die Flächen rund um den Knotenpunkt des Öffentlichen Nahverkehrs in Trudering. Und so kann auch die Park & Ride GmbH München (P&R) kein Parkhaus auf dem südlichen Parkplatz des Bahnhofs bauen.

"Die Pläne liegen bei der P&R schon in der Schublade, auch das Geld ist da", sagt Reiter. "200 Radl-Parkplätze wären vorgesehen. Die P&R würde das machen. Das gehört zum städtischen Konzept, die Leute zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen."

Weitere Option für Radstellplätze und Wunsch nach Verkehrsreferat

Doch die Bahn blockt ab. "Sie sagen, dass sie die Fläche für die Strecke zum Brenner-Basistunnel brauchen", so der OB. Für ihn eigentlich kein Problem. Denn bis der Tunnel wirklich kommt, dauert es noch. Reiter erklärte, dass er mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und dem Vorstand der DB Kontakt aufnehmen werde. "Wenn sie die Fläche irgendwann brauchen, machen wir sie wieder frei!", so der Oberbürgermeister.

Eine zweite Option für mehr Radstellplätze sieht Dieter Reiter auf dem Areal gegenüber dem Bahnhof, auf dem das Sozialbürgerhaus Trudering/Berg am Laim gebaut werden soll. Dort ist auch eine Tiefgarage vorgesehen. "Da könnte man öffentliche Radstellplätze unterbringen", sagt der OB. Solche fehlten an vielen Stellen Münchens. "Ehe man entscheidet, irgendwo 30.000 Menschen anzusiedeln, muss die Verkehrsanbindung geregelt sein. Ich will deshalb ab kommendem Jahr unbedingt ein Verkehrsreferat etablieren!"

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