Maxvorstadt: Viertel-Politiker fordern Parkplätze zurück

Der BA Maxvorstadt fordert den Rückbau der Carsharing-Stellplätzein der Heßstraße – und beklagt "mangelnde Transparenz" des städtischen Mobilitätsreferats.
Myriam Siegert
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Markierte Parkplätze für Carsharing gibt es in München immer öfter. In der Maxvorstadt fordert der BA nun, sie zurückzubauen.
Markierte Parkplätze für Carsharing gibt es in München immer öfter. In der Maxvorstadt fordert der BA nun, sie zurückzubauen. © IMAGO/Rolf Poss

In vielen Vierteln gibt es Stellplätze, die Carsharing-Fahrzeugen vorbehalten sind. Beliebt sind die bei Anwohnern aber nicht unbedingt, denn nicht immer sind die Plätze ausgelastet. Das sorgt für Ärger gerade dort, wo Parkplatznot herrscht. Die AZ berichtete etwa vor einem Jahr über einen Streitfall aus Schwabing.

In der Maxvorstadt hat sich der Bezirksausschuss (BA) nun auch mit diesem Thema beschäftigt. Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der BA in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, Carsharing-Stellplätze in der Heßstraße zurückzubauen und wieder "dem Anwohnerparken zuzuführen“, so heißt es in einer Mitteilung.

Wiederholt hatte es Rückmeldungen der Anwohner gegeben, die Carsharing-Stellplätze würden kaum genutzt. Gleichzeitig sei der Parkdruck in der Maxvorstadt – gerade in der Heßstraße – außerordentlich hoch. Für viele Bewohner eine tägliche Belastung.

"Muss sich am Bedarf der Menschen im Viertel orientieren"

"Öffentlicher Straßenraum ist ein knappes Gut. Er muss sich am tatsächlichen Bedarf der Menschen im Viertel orientieren“, sagt Felix Lang, Sprecher der SPD-Fraktion, der den Antrag gestellt hatte. "Solange keine belastbaren Zahlen zur Nutzung vorgelegt werden, ist es nicht vertretbar, dringend benötigte Anwohnerstellplätze zugunsten kommerzieller Anbieter vorzuhalten.“ Das Mobilitätsreferat habe auf Nachfrage des BA keine konkreten Auslastungszahlen genannt und auf Datenschutzgründe verwiesen, so die SPD.

Aus Sicht der Viertel-Politiker sei "diese fehlende Transparenz nicht akzeptabel“, heißt es. Verkehrspolitische Maßnahmen im öffentlichen Raum müssten nachvollziehbar, überprüfbar und evidenzbasiert sein – vor allem, wenn sie zulasten der Anwohnerschaft gingen. Der BA sehe daher aktuell keine Grundlage für eine weitere Abwägung und fordert die Stadt auf, die Maßnahme unverzüglich zurückzunehmen und die Stellplätze
wieder dem Anwohnerparken zuzuführen.

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  • FredC2 vor 32 Minuten / Bewertung:

    Um wieviele Parkplätze geht es hier genau?
    Die Anzahl dürfte im Promillebereich im Verhältnis zu den anderen Parkplätze liegen.
    Diese Parkplätze werden übrigens auch von Lieferdiensten gerne genutzt, sofern frei.
    Sieht mir eher nach einer Neiddebatte aus nach dem Motto "Da ist was frei, und ich habe keinen Parkplatz".
    Die Rückumwandlung wird an diesem Problem nicht viel beheben.

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  • tutnixzursache vor 34 Minuten / Bewertung:

    Die Stadt verdient gut an den Gebühren, die sie von den CarSharing-Unternehmen dafür kassiert

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  • FRUSTI13 vor 49 Minuten / Bewertung:

    Willibaldplatz genau das Gleiche! Die vorgesehenen Parkplätze sind so gut wie nie von sharing Autos belegt!

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