Maskenverweigerer am Ostbahnhof: "Wer mich jetzt blöd anmacht, den steche ich ab"

Ein Mann hat am Ostbahnhof mehrere Personen mit einem Messer bedroht. Die Bundespolizei konnte ihn festnehmen, am Sonntag wird er dem Haftrichter vorgeführt.
| AZ
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
30  Kommentare Artikel empfehlen
Der Vorfall hat sich am Ostbahnhof ereignet. (Archivbild)
Der Vorfall hat sich am Ostbahnhof ereignet. (Archivbild) © Bundespolizei

Haidhausen - Ein 54-Jähriger hat am Samstagabend für Aufregung am Ostbahnhof gesorgt. Wie die Bundespolizei berichtet, stieg der Mann gegen 18.30 Uhr in eine am Gleis 1 stehende S-Bahn. Der Wohnsitzlose trug keine Maske, hatte allerdings ein Klappmesser dabei.

Er setzte sich mit gezücktem Messer in die Bahn und soll dann Fahrgäste lautstark bedroht haben – allerdings ohne dabei eine bestimmte Person anzusprechen. Laut Bundespolizei soll der 54-Jährige "Wer mich jetzt blöd anmacht, weil ich keine Maske habe, den steche ich ab" gesagt haben.

Zeugenaussagen zufolge soll der Mann dann einem Unbekannten, der sich in der Nähe von ihm befand, gedroht haben, ihm die Kehle aufzuschlitzen. Daraufhin entfernten sich mehrere Fahrgäste oder verließen die S-Bahn komplett.

Nach einer Durchsage, dass die Bahn nicht weiterfahren könne, verließ auch der Messer-Mann diese wieder und ging in Richtung U-Bahn. Dort stellten ihn dann mehrere Beamte der Bundespolizei und nahmen ist fest. Bei der Durchsuchung wurde neben dem Klappmesser (mit acht Zentimetern Klingenlänge) auch ein Tierabwehrspray sichergestellt.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Mann wird am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt

Der Mann war bereits wenige Stunden zuvor am Münchner Hauptbahnhof negativ aufgefallen. Dort hatte er einen Mitarbeiter der DB-Security bedroht.

Nach Rücksprache ordnete die Staatsanwaltschaft eine Vorführung vor dem Haftrichter am Sonntag an. Der gebürtige Tegernseer, gelernter Kunst- und Bauglaser, war in den vergangenen Monaten schon mehrfach wegen kleinerer Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten. Erst Ende Oktober wurde er nach viermonatiger Haft entlassen.

Nun ermittelt die Bundespolizei wegen Beleidigung und Bedrohung sowie wegen des Verdachts der Belästigung der Allgemeinheit. Zudem wird der Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz (nicht getragene FFP2-Maske) an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Zeugenaufruf und Täterbeschreibung der Bundespolizei

Die Bundespolizei sucht nun nach weiteren Zeugen oder gar Geschädigten. "Der Mann war mit dunkelblauer Jeans, schwarzer Daunen-Kapuzenjacke, schwarzen Schuhen und schwarzer Baseball-Cap auffällig dunkel bekleidet", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Zeugen können sich unter Tel. 089/515550-1111 melden.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 30  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
30 Kommentare
Artikel kommentieren