Mann in Kellerraum eingeschlossen: Kurioser Feuerwehreinsatz am Viktualienmarkt

Weil der Münchner alleine nicht mehr den Ausgang findet, setzt er einen dramatischen Notruf ab und löst damit eine ziemlich skurrile Rettungsaktion aus.
| Ralph Hub
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Die Feuerwehr suchte einen Anrufer am Viktualienmarkt. (Archivbild)
Die Feuerwehr suchte einen Anrufer am Viktualienmarkt. (Archivbild) © imago images/Ralph Peters

Altstadt - Man hat ja schon gelesen von Wanderern, die sich in den Bergen oder im Wald verirrt haben.
Ein 22-Jähriger hat es geschafft, sich in einer Tiefgarage in der Altstadt zu verlaufen. Was offenbar passierte, weil er zu tief ins Glas geschaut hatte.

Am Sonntag kurz vor 3 Uhr morgens meldete sich ein Mann per Telefon aufgeregt bei der Einsatzzentrale der Polizei. Er erzählte, dass er im Parkhaus am Viktualienmarkt in einem Raum im Keller eingeschlossen sei und Panik bekäme. "Es riecht hier komisch", gab der 22-Jährige durch, dann riss die Verbindung ab.

Feuerwehr kann Anrufer nicht finden

Der Umweltdienst und ein Zug der Feuerwehr rückten zur Schrannenhalle aus, weil man den Anrufer dort in der Tiefgarage vermutetet. "Im schlimmsten Fall", so ein Feuerwehrsprecher, "musste man davon ausgehen, dass Gas ausgetreten war." Die Retter suchten mit Spürgeräten und schwerem Atemschutz die Tiefgarage ab, fanden aber keine Spuren vom "Gefangenen".

Noch während die Suche lief, meldete sich der Mitteiler wieder bei der Polizei und sagte, dass er Stimmen höre und laut klopfen würde. Trotz intensiver Suche und der tatkräftigen Unterstützung des Mitteilers wurden weder Feuerwehr noch Polizei fündig. Daher empfahlen die Einsatzkräfte dem Mann, dass er einen nahe gelegenen Druckknopfmelder, den er erwähnt hatte, auslösen solle.

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Prompt ging in der Leitstelle tatsächlich der Alarm los – allerdings nicht am Viktualienmarkt, sondern in einer Tiefgarage am Stachus. Wieder wurde ein Löschzug losgeschickt.

Diesmal fanden die Retter einen Mann. Es handelte sich um den 22-Jährigen, den man am Viktualienmarkt vermutet hatte. Der Münchner war nicht gefangen – er war lediglich so blau, dass er aus eigener Kraft nicht mehr den Ausgang der Tiefgarage fand. Damit er sich nicht wieder verirrt, trat er die Heimfahrt schließlich mit dem MVV an. 

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