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Lerchenauer See: 19-Jähriger sticht auf Münchner (63) ein

Ein Rentner wird bei einem Spaziergang von einem ihm völlig fremden 19-Jährigen hinterrücks angegriffen und niedergestochen. Der Täter sitzt in U-Haft.
| Ralph Hub
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Blick auf den Lerchenauer See. (Archivbild)
Blick auf den Lerchenauer See. (Archivbild) © AZ-Archiv

Feldmoching/Hasenbergl - Der Angriff erfolgte wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Ein 63-Jähriger war am Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr mit seiner Lebensgefährtin (58) auf einem Fußweg in der Nähe des Lerchenauer Sees unterwegs. Plötzlich hatte der Rentner eine Messerklinge drei Zentimeter tief im Rücken. Der Täter stach ohne erkennbaren Grund zu. Die Polizei nahm einen 19-Jährigen fest.

"Opfer und Täter haben sich nicht gekannt, sind sich nie zuvor begegnet", sagte Polizeisprecher Marc Aigner. Der Angreifer soll sich, so berichtet es die Lebensgefährtin des 63-Jährigen, von hinten genähert haben. Er rempelte den Rentner kurz an und stach dann sofort zu. Nichts ging dem voraus, kein Streit, keine Berührung. "Der Täter hat kein Wort gesprochen", sagte der Polizeisprecher, "es gibt derzeit keinerlei Anhaltspunkt, was den Angriff ausgelöst haben könnte."

Messerattacke am Lerchenauer See: Opfer außer Lebensgefahr

Das Opfer erlitt eine stark blutende etwa drei Zentimeter tiefe Stichwunde im Rücken. Eine zufällig vorbeikommende Passantin alarmierte Rettungsdienst und Polizei. Ein Notarzt brachte den 63-Jährigen ins Krankenhaus. Er wird derzeit stationär behandelt. Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Ärzte nicht.

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Die Polizei startete umgehend eine Großfahndung nach dem flüchtigen Messerstecher. Eine Polizeistreife nahm den Mann kurz nach der Tat am U-Bahnhof Oberwiesenfeld fest. Es handelt sich um einen 19-Jährigen aus den Niederlanden. Nach Polizeiangaben hält sich der Mann derzeit als Tourist in München auf, welchen Bezug er zur Fasanerie und dem Lerchenauer See hat, ist noch nicht geklärt.

Zusammenhang mit Isarmord 2013 ist ausgeschlossen

Der 19-Jährige, auf den die Beschreibung des Angreifers passt, trug ein Messer bei sich. An der Klinge sind nach Angaben der Polizei Anhaftungen. Ob es sich um Blut handelt, möglicherweise das des Opfers, muss eine Laboranalyse klären.

Der 19-Jährige wurde am Dienstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl. Das Kommissariat K 25 ermittelt gegen den Verdächtigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Ein Zusammenhang mit dem Isarmord im Mai 2013 ist ausgeschlossen. Auch damals stach der Angreifer ohne Grund zu. Der mutmaßliche Täter vom Lerchenauer See war damals allerdings erst etwa elf Jahre alt.

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