Landshuter Allee: Jetzt kommt der Deckel drauf

Welcher Tunnel am Mittleren Ring wird als nächstes gebaut? Der Stadtrat scheint da mittlerweile sehr klare Prioritäten zu haben.
| Florian Zick
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Neuhausen kann jubeln: die Feinstaubmeile an der Landshuter Allee wird wohl das nächste große Tunnelprojekt.
AZ-Archiv Neuhausen kann jubeln: die Feinstaubmeile an der Landshuter Allee wird wohl das nächste große Tunnelprojekt.

Neuhausen - Dass der Luise-Kiesselbach-Platz nicht der letzte Abschnitt des Mittleren Rings bleiben wird, der unter die Haube kommt, stand schon lange fest. Nur in welcher Reihenfolge die nächsten Tunnel gebaut werden, war bislang noch offen. Nun zeichnet sich im Stadtrat jedoch eine klare Präferenz ab.

Auf eine Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“ hin erklärten Hans Podiuk und Alexander Reissl, die beiden Fraktionschefs von CSU und SPD, unisono, dass ihnen eine Lösung für die Landshuter Allee mit Abstand am dringlichsten erscheint.

Die dortigen Anwohner dürfen also darauf hoffen, dass die Feinstaub- und Lärmmeile bald unter der Erde verschwindet. Noch bestehen zwar viele ungelöste Fragen, etwa die, wie sich die Anulfstraße an die Röhre anbinden lässt. Für Abbiegerampen ist der Raum nämlich eigentlich zu eng. Auch über den sogenannten Rossius-Vorschlag ist noch nicht abschließend befunden worden. Dieser sieht eine Bebauung der Tunneldecke mit Wohnhäusern vor – deren Verkauf wiederum die Baukosten drücken soll.

Grundsätzlich ist sich eine Mehrheit im Stadtrat aber über das Tunnel-Projekt einig.

Pläne des Stadtrats: So schön soll die Isar werden

Die Tegernseer Landstraße muss damit wohl hinantstehen. Dort gilt es, noch viele bautechnische Schwierigkeiten aus dem Weg zu schaffen. Und am Mittleren Ring zwei Baustellen gleichzeitig aufmachen, das will die Stadt ohnehin nicht.

Eine Ausnahme dabei wäre der Isarring. Der Tunnel, mit dem der Englische Garten wiedervereinigt werden könnte, wäre bei Weitem nicht so lang und kostspielig wie die beiden anderen Projekte. Diesen Tunnel, so war aus dem Rathaus schon mehrfach zu hören, könnte man durchaus auch parallel bauen – die Finanzierung muss halt gewährleistet sein.

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